Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Joan's Forum

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 310 mal aufgerufen
 Wissenschaft oder Religion
joan Offline

Moderation


Beiträge: 574

16.02.2008 18:48
aus anderen Foren entfernte Postings antworten

es ist menschlich sich "Gott" als Person vorzustellen. Unser Gehirn, unser ganzes Denkvermögen benötigt ein "Objekt" mit dem es arbeiten kann. Ohne ein "Objekt" ist es nicht möglich einen Sinn zu erstellen. Wir können nicht mit etwas kommunizieren, dass uns nicht als "Objekt" in den Gedanken ist. Auch wenn wir WISSEN, das Gott nicht als dieses Objekt existiert, ist es die einzige Möglichkeit auf menschliche Art und Weise mit "ihm" zu kommunizieren.
Selbstredend ist Gott weder Männlein noch Weiblein, noch beides zusammen und auch kein "Es". Dieses Objekt "Gott" kann mit menschlichen Kategorien nicht beschrieben werden. Das Einzige was wir zugeben müssen, wollen wir mit diesem Objekt sinnvoll umgehen, ist das es existiert. GOTT IST! Wer das für sich nicht als wahr zulassen kann, kann es nicht verwenden.

Wenn wir also beten, dann beten wir zu einem persönlichen Gott. Zu "meinem" Gott. Der so persönlich ist, wie ich mich selbst als persönlich EMPFINDE. Da wir Menschen uns entwickeln, ist für jeden Einzelnen dieses Empfinden anders. Und je mehr wir uns in einen transpersonalen Zustand hineinbewegen, desto transpersonaler wird auch die persönliche Erfahrung mit dem Gott-Objekt!
Wir sagen ja auch "Gott ist bei mir" und wir reden ihn mit DU an - oder sagt jemand Sie zu Gott?

Das Denkobjekt "Gott" ist notwendig, damit wir uns so etwas Abstraktes überhaupt vorstellen können. Es ist eine Meisterleistung unseres Denkens, abstrakte nicht fassbare Entitäten wie Gott, Seele, Geist, Bewusstsein in konkrete Denkobjekte zu verwandeln, mit denen dann der Verstand jonglieren kann. Er tut dann einfach so, als ob diese Objekte tatsächlich so existieren, wie die konkrete Welt. Das ermöglicht ihm damit umzugehen!
Wir vergessen bei all diesen Denkspielen nur zu oft, dass es nur Hülsen sind, die wir um etwas "Unverstehbares" gehüllt haben und das wir diesen Hülsen Eigenschaften andichten, die auf die abstrakten Inhalte gar nicht zutreffen. So entstehen die sinnlosen Diskussionen um: ist Gott ein ER, eine SIE, ein ES, oder gar 3 in einem oder ganz Viele.......

Das sind alles Gedanken, die der Verstand ableitet. Niemand hat solche Gedanken jemals gefühlt. Doch in der Zwiesprache mit dem, in unserem Denken existierenden Objekt "Gott", richten wir einerseit unsere Achtsamkeit auf diese Hülse und erlauben es dadurch, dass ihr, von uns unverstehbare, Inhalt sich uns offenbahrt, indem er die Formen annimmt, die uns verstehbar sind. Dies ist ein Akt der "Gnade" - auch wenn wir das in unserem menschlichen Hochmut nicht gerne hören!

Nur durch die GNADE dessen, was wir als "Gott" Objekt in unserem Geist tragen, ist es uns überhaupt möglich zu wachsen und zu erkennen. Und die letzte Erkenntnis ist dann: ES ERKENNT SICH SELBST! Da ist nie jemand anderes gewesen.

Auch das hören wir nicht gerne - ich weiß!

alles liebe
Joan

Meine anderen Postings:
http://joans-coaching.jimdo.com/home
Besuche auch mal: www.reset-center.de

 Sprung  
Besuche auch meine Website: Joans-Coaching
Xobor Ein Kostenloses Forum von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen