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Joan's Forum

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Dieses Thema hat 14 Antworten
und wurde 743 mal aufgerufen
 Erleuchtung
joan Offline

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02.08.2008 15:24
Ein Gespräch mit Mars antworten
Ich poste das in diesem Forum, weil ich dieses Gespräch gerne ihier führen würde. Auch die elektronischen im Cyberspace haben eine immanente Qualität! Dieses Gespräch entwickelte sich aus einigen kurzen Kontakten in einem anderen Forum.

Hi Mars,
du schreibst:
In Antwort auf:
Weiters: Ich glaube nicht, daß wir Naturgesetze jederzeit und beliebig verändern können........
Ich denke, daß uns da sehr wohl Grenzen auferlegt sind, wir haben nicht die Macht unser Universum zu zerstören.



Nun, ich bin anderer Meinung. Wir können DIESES Universum zerstören, aber da es an sich eine Illusion ist, kommt das einer Desillusionierung unserer selbst gleich. (Was letztlich positiv zu werten ist).

Aber es ist auch so, dass es eigentlich nur zwei Wege gibt dies zu erreichen: a) Tod und b) geistige Entwicklung.

Im Fall a) erntet der Betreffende nur seine eigene Erfahrung eines instabilen Universums in seiner eigenen Realität. Alles andere teilt weiterhin die kollektive Realität.

In der geistigen Entwicklung ist es dann wieder so, dass die Fähigkeiten die physikalischen Grundbedingungen anzutasten, so tief im kollektiven Unbewussten liegen, dass man da so ohne weiteres nicht heran kommt. Auf dem Weg dahin passiert soviel, verändert sich die Person derartig, dass sie, wenn sie denn endlich befähigt wäre, die Grundlagen zu verändern, soviel Achtung und Liebe aufgenommen hat, dass es ihr unmöglich wird.

Dabei sind kleinere Spielereien und Wunder ausgenommen, wie sie zB. von Sai Baba aufgeführt werden. Das ist sowas wie lieb gemeintes Gauklertum zum Erstaunen der Dorfbevölkerung.

Ein herrliches Beispiel für einen "Schuss in den Ofen" ist die Geschichte der "Church of Scientology", die ja die Erleuchtung der Welt anstrebt, dabei aber wohl vergessen hat, dass Gott nicht käuflich ist. Sie hat nichts desto trotz funktionierende psychologische (manchmal haarsträubende) Methoden entwickelt um weitgehend alle Muster aus einem Menschen zu entfernen. Was sie dabei nicht bedacht hat: Während des Prozesses erwachen und erstarken ganz andere Fähigkeiten - wie zB. Liebesfähigkeit, Intuition, Achtsamkeit, Ästhetik, Kreativität - und das diese wachsenden Kräfte dazu führten, dass sich die "geklärten" Menschen von der Church abwandten, um eigene Organisationen zu gründen, die weit humanere Ziele verfolgen, als nur eine Herrschaft der Vernunft. Die Folge ist nun, das die alte "Church of Scientology" in lauter Kleinorganisationen zerfallen ist, die sich untereinander spinnefeind sind.

So transportiert sich die Herrschaft einer Ego-besessenen Vernunft ganz von selbst in die Bedeutungslosigkeit. Auf die Rückkehr der Blitze spuckenden Magier, auf Merlin, Gandalf und Konsorten werden wir also wohl umsonst warten ....

alles liebe
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joan Offline

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02.08.2008 15:26
#2 RE: Ein Gespräch mit Mars antworten

Antwort von Mars:

Zunächst möcht ich mal meine freude zum ausdruck bringen, nach so langer zeit wieder in kontakt mit dir zu treten. Ich weiß nicht ob du das mitgekriegt hast, ich hab's weiter oben in diesem thread erwähnt, ich bin der marc, der gemeinsam mit dir und santino die ausbildung zum seminarleiter gemacht hat, und in der therapie sind wir beide die meiste zeit nebeneinander gesessen... witzig.


Zum thema:

Zitat:

In Antwort auf:
Nun, ich bin anderer Meinung. Wir können DIESES Universum zerstören, aber da es an sich eine Illusion ist, kommt das einer Desillusionierung unserer selbst gleich. (Was letztlich positiv zu werten ist).



Nun, ich kann deine worte nicht ganz nachvollziehen bzw. verstehen. Um ein wenig klarheit in diese thematik zu bringen möchte ich dir zunächst einmal meine definitionen von illusion "anbieten". Auf dieser basis kannst du mir vielleicht näher erklären was du meinst.

Die Illusion 1. Grades:

Die meisten menschen betrachten und erleben diese welt durch den filter ihrer konditionierungen, ihrer vorgefaßten meinungen, ihres egos. Es ist eine projektion ihrer erfahrungen, denksysteme und dieser immerwährenden "inneren" stimme, die aufgrund ihrer natur bzw. struktur, den menschen ständig in die irre führt.
Diese illusion kann man beheben in dem man still wird. Alsdann beginnt sich der schleier zu heben und man erfährt diese welt auf eine völlig neue art und weise. Die farben werden intensiver, man erkennt die schönheit aus der diese schöpfung beschaffen ist, man spürt die einheit allen seins und es entsteht raum für brüderlichkeit und liebe.
So verstehe ich den begriff "maya", der aus der indischen tradition stammt. Die existenz der dinge an sich, ist in diesem fall, keine illusion, die art und weise wie man sie erfährt allerdings schon.

Die Illusion 2. Grades:

Diesbezüglich bin ich mir noch nicht ganz im klaren, aber ich schreib einmal drauf los.
Als illusion 2. grades könnte man die vorstellung bezeichnen, daß alles um uns herum wirklich ist. Die eigentliche "wirklichkeit" wäre die, daß jegliche grundlage der existenz das "sein", und somit das tatsächlich einzig wirkliche ist.
Dieses sein könnte man vielleicht als bewußtsein, energie, licht, zeitlosigkeit oder auch gott umschreiben.
Die frage lautet letztendlich: Wie wirklich ist unsere materielle realität? Da diese realität aus gott besteht, ist es für mich fraglich, wenn man behauptet, daß diese materielle realität gänzlich unwirklich, irreal ist. Auch wenn man erkennt, daß alles um uns herum vielmehr die charakteristika eines traumes im engeren sinne hat, ich meine ganz konkret die träume, die wir haben wenn wir schlafen, so ist dieser traum letztendlich doch da, also real.

Und um auf den punkt zu kommen: Wenn ich schreibe, wir können dieses universum nicht zerstören, dann meine ich damit, daß wir, aufgrund unserer schöpferkraft und potentieller "fähigkeiten", dieses physische universum, in der erfahrungswelt eines jeden lebewesens, nicht eliminieren oder zusammenbrechen lassen können, da uns eben grenzen auferlegt sind, bzw.:

Zitat:
Auf dem Weg dahin passiert soviel, verändert sich die Person derartig, dass sie, wenn sie denn endlich befähigt wäre, die Grundlagen zu verändern, soviel Achtung und Liebe aufgenommen hat, dass es ihr unmöglich wird.


Da bin ich ganz deiner meinung.

Und noch einmal:

Zitat:
In Antwort auf:
Nun, ich bin anderer Meinung. Wir können DIESES Universum zerstören, aber da es an sich eine Illusion ist, kommt das einer Desillusionierung unserer selbst gleich. (Was letztlich positiv zu werten ist).



Da hab ich das gefühl, daß du damit eine andere, geistigere ebene ansprichst, womöglich beziehst du dich auf die illusion 2. grades.
Allerdings könnte man vielleicht, zumindest aus meinem verständnis heraus, diesen sachverhalt nich als desillusionierung, sondern als erkenntnis bezeichnen. Wobei des dann eigentlich wieder ghupft wia ghatscht ist, da erkenntnis zu desillusionierung führt, bzw. eine wechselseitige beziehung besteht zwischen einer desillusionierung 1. und 2. grades. Ja, ja..... hmmm.


Zitat:
In Antwort auf:
Im Fall a) erntet der Betreffende nur seine eigene Erfahrung eines instabilen Universums in seiner eigenen Realität. Alles andere teilt weiterhin die kollektive Realität.



??
Wie erntet der betreffende diese erfahrung mit/nach dem tod?
Was verstehst du unter einem instabilen universum?


Zitat:
In Antwort auf:
Dabei sind kleinere Spielereien und Wunder ausgenommen, wie sie zB. von Sai Baba aufgeführt werden. Das ist sowas wie lieb gemeintes Gauklertum zum Erstaunen der Dorfbevölkerung.



Na ja... Beim Sai Baba bin ich ein wenig skeptisch. Unser kritischer naguila hat mir einmal einen erfahrungsbericht im internet gezeigt, indem leute diese story mit dem ring, in dessen stein man sein gesicht erkennen kann, aufdecken. Unter dem stein, der ein diamant sein sollte, aber keiner war, fand man ein kleines bild von ihm - Sai Baba "verkauft" das als kleines wunder oder so.
Kann natürlich sein, daß dieser bericht gefaked ist. Aber ist ja auch egal.


So long, Mars

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joan Offline

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02.08.2008 15:28
#3 RE: Ein Gespräch mit Mars antworten

Zitat mars

Zitat:

In Antwort auf:
Die Illusion 1. Grades:

Die meisten Menschen betrachten und erleben diese Welt durch den Filter ihrer Konditionierungen, ihrer vorgefassten Meinungen, ihres egos. Es ist eine projektion ihrer erfahrungen, denksysteme und dieser immerwährenden "inneren" stimme, die aufgrund ihrer natur bzw. struktur, den menschen ständig in die irre führt.
Diese illusion kann man beheben in dem man still wird. Alsdann beginnt sich der schleier zu heben und man erfährt diese welt auf eine völlig neue art und weise. Die farben werden intensiver, man erkennt die schönheit aus der diese schöpfung beschaffen ist, man spürt die einheit allen seins und es entsteht raum für brüderlichkeit und liebe.
So verstehe ich den begriff "maya", der aus der indischen tradition stammt. Die existenz der dinge an sich, ist in diesem fall, keine illusion, die art und weise wie man sie erfährt allerdings schon.

Die Illusion 2. Grades:

Diesbezüglich bin ich mir noch nicht ganz im klaren, aber ich schreib einmal drauf los.
Als illusion 2. grades könnte man die vorstellung bezeichnen, daß alles um uns herum wirklich ist. Die eigentliche "wirklichkeit" wäre die, daß jegliche grundlage der existenz das "sein", und somit das tatsächlich einzig wirkliche ist.
Dieses sein könnte man vielleicht als bewußtsein, energie, licht, zeitlosigkeit oder auch gott umschreiben.
Die frage lautet letztendlich: Wie wirklich ist unsere materielle realität? Da diese realität aus gott besteht, ist es für mich fraglich, wenn man behauptet, daß diese materielle realität gänzlich unwirklich, irreal ist. Auch wenn man erkennt, daß alles um uns herum vielmehr die charakteristika eines traumes im engeren sinne hat, ich meine ganz konkret die träume, die wir haben wenn wir schlafen, so ist dieser traum letztendlich doch da, also real.


Hallo Mars,
manchmal spielt das Leben mit Murmeln und die kullern dann herum und plötzlich treffen sich zwei, die sich schon mal getroffen haben wieder.... schön.

Doch nun zu den Illusionen .....

Mit dem was du unter 2.Grades schreibst, bist du bereits ganz nahe am wirkenden Fakt. Die „Maya“ umfasst das gesamte menschliche Denken. Also gibt es auch keine andere Möglichkeit dem zu entkommen, außer einer: Denken beenden. So lange nur noch ein einziger Gedanke besteht, solange erhält die „Maya“, die Illusion Kraft und wirkt. Das ist nicht schlecht, denn damit kann man sich eine unendliche Kette an Träumen generieren, die alle so real sind wie der Augenblick. Doch alles was man mit Denken und Vorstellen erreichen kann sind weitere Illusionen: Ein neues Haus, ein neues Auto, eine neue Rolle in dem Drama, dass man gerade aufführt.

Das macht Spaß und das ist gut!

Es ist genügend für die Aufgabe, die wir als geistige Wesen hier auf dieser Erde übernommen haben und es ist nicht die Anforderung an jeden, hinter diesen Mechanismus zu kommen. Daher sind alle Methoden und Techniken, die auf eine Verbesserung dieser „Illusionsmaschinerie“ abzielen sehr wertvoll und wichtig. Was ist schon wichtiger als das Gefühl zu haben, ein erfolgreiches und erfülltes Leben zu leben. Auch wenn dieses Leben tatsächlich der Traum ist, den wir im Wachen träumen.
Für jemanden, der sein Leben leben will, Spaß, Erfolg, Anerkennung, für den ist es herzlich wurscht. Wenn es jedoch darum geht, Erkenntnis zu erlangen, Sinn zu finden, sich selbst zu ergründen, dann verändert sich diese Bewertung. Dann ist es nicht mehr „wurscht“, was das alle ist.
Was ich sagen will: Bei der Betrachtung dessen was wir sind, kommt es darauf an, was der Einzelne von seinem Leben erwartet. Denn was er nicht erwartet, wird ihm auch nicht begegnen.

Und nun zur Illusion n. Grades ....

Ich schicke voraus, dies ist ein Fraktal und daher die Angabe einer Zahl irrelevant.

Die Illusion n. Grades ist der Glaube an eine objektive Existenz.

Ich will das einmal so verdeutlichen: Du stehst an einem Fenster und schaust hinaus in eine Welt, die deine ganze Aufmerksamkeit fesselt. Da gibt es so viel zu sehen, zu erleben, zu fühlen. Du bist ganz hin und weg. Hypnotisiert von den Farben, den Düften und Empfindungen. Du vergisst darüber, dass du ja eigentlich an einem Fenster stehst und hin aus schaust. Deine Erfahrung wird real und du würdest schwören, dass du das alles selbst erlebst.
Dann passiert etwas und schwupp wirst du dir darüber bewusst, dass du an einem Fenster stehst und hinaus schaust. Alle Gefühle verschwinden sofort und ersetzen sich durch das, was adäquat für die Erfahrung „Fenster Realität“ ist. Und du schwörst wieder, du stehst an einem Fenster und hast gerade hinausgeschaut und ein wenig fantasiert.
Doch dann passiert wieder etwas. Etwas ganz Außergewöhnliches. Etwas was dich komplett verwirrt, denn du bemerkst, dass du an einem Fenster stehst, welches wiederum in einem Fenster ist, durch das DU hinaus schaust und dort jemanden stehen siehst, der durch ein Fenster schaut. Jetzt beginnst du zu zweifeln, ob das was du als deine Realität ansiehst, auch wirklich ist. Deshalb fängst du an nach „Sinn“ zu suchen, du untersuchst deine Realität nach Fakten, doch alles was du findest sind logisch zusammenpassende Fakten einer Welt, in der du existiert: Ein Fenster, durch das du hindurchschauen kannst und wenn du nicht aufpasst, dann fängst du zu fantasieren an. Was du aber nicht „bedenkst“ ist die Tatsache, dass die Logik, mit der alle Fakten zusammenpassen, einzig und allein von dir stammt. Und du selbst kannst dich ja nicht so vergackeiern – glaubst du.
Doch dann passiert wieder etwas und du findest dich an einem größeren Fenster wieder, eines mit Sprossen. In jedem durch die Sprossen geteilten Viertel siehst du jemanden an einem Fenster stehen und hindurchsehen. Jeder dieser Jemande bist du selbst. Du beobachtest diese viele Welten und bemerkst, dass, obwohl sie gleich aussehen, es doch viele kleine Unterschiedliche Details gibt und jedes Mal, wenn du dich zu sehr auf eines der Bilder konzentrierst, bist du plötzlich darin „gefangen“, dann dauert es wieder eine „Zeit“ bis deine Konzentration nachlässt, bevor du dich wieder am Sprossenfenster befindest.......
Und dann passiert wieder etwas – plopp – und du befindest dich in einem riesigen Saal, groß wie eine Kirche, in dessen Fenstern abertausende Versionen von dir stehen und durch Fenster schauen – alle ein klein wenig anders und dann machte es plopp – plopp – plopp und wohin du auch siehst, überall in jedem Detail, siehst du dich selbst als spiegelnde Wirklichkeit, immer ein wenig anders aber immer einmalig.

Nun frage ich dich: Ist es das, was wir Menschen Gott nennen? Oder ein Geschöpf mit der Fähigkeit sich unendlich oft zu spiegeln? Wer ist es denn, der sich spiegelt? Was spiegelt sich?

alles liebe
Joan

PS: Das Beispiel ist stark vereinfacht! Natürlich sind es keine statischen Bilder und keine Fenster, sondern ganze Leben und Universen .....

alles liebe
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joan Offline

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02.08.2008 15:30
#4 RE: Ein Gespräch mit Mars antworten

Antwort: Mars

Danke für deine spannende antwort! Hat mich neugierig gemacht auf dein erstes buch, werd ich mir bestimmt reinziehen.

Zitat:

In Antwort auf:
Nun frage ich dich: Ist es das, was wir Menschen Gott nennen? Oder ein Geschöpf mit der Fähigkeit sich unendlich oft zu spiegeln? Wer ist es denn, der sich spiegelt? Was spiegelt sich?



Alles ist gott.


Zitat:
In Antwort auf:
Die Illusion n. Grades ist der Glaube an eine objektive Existenz.



Ich versteh dich.

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joan Offline

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02.08.2008 15:31
#5 RE: Ein Gespräch mit Mars antworten

Hallo Mars,

Zitat:

In Antwort auf:
Alles ist gott.


ja, damit hast du wohl recht. Geckos, Dämonen, Engel, Götter,Steine, Atomkraftwerke, Neutronenbomben.... alles ist Gott.

Nur, was nutzt dir diese Erkenntnis in deinem täglichen Leben?
Wenn Alles "Gott" ist, dann brauchen wir uns über den Faktor "Gott" keinen einzigen Gedanken zu machen, denn er ist ja Alles - inklusive uns selbst, jeder Gedanken und jeder Gedanken-Inhalt!

Dann müssen wir schon ziemlich dumm sein, wenn wir soviel über "Gott" nachdenken.

Doch ist es nicht letztendlich so, dass wir das Objekt "Gott" immer dann brauchen, wenn wir am Ende unseres Lateins sind? Wenn alles Nachdenken nichts mehr nützt? Wenn unsere Logik und unser Wissen zusammenbricht, weil eine Lebenssituation eingetreten ist, die wir NIEMALS haben wollten. Wir schreien nach "Gott", wenn es uns dreckig geht und wir keine Ahnung mehr haben wie es weiter gehen soll.

Ist eigentlich kein Wunder dass dieses "Gott" sich dann taub stellt. Es hat ja die Situation erzeugt. Upps und schon ist es nicht mehr der liebe Gott, der gute Onkel, der einem die Kartoffeln aus dem Feuer holt.

Der ist so brutal und wirft dich mit voller Wucht in deine eigene Verantwortung und wenn du sie dann immer noch nicht annimmst, dann stürzt er auch mal einen ganzen Planeten ins Chaos.
Was solls - er/sie/es ist ja ALLES!

Also, ich finde so eine "Alles ist Gemüsesuppe" Haltung ist für die Gestaltung des eigenen Lebens absolut unbrauchbar. Da finde ich es schon besser sich mit den aktuell gültigen geistigen Regeln zu befassen und zu lernen, auszuprobieren. Mehr als auf die Nase fallen kann man ja nicht.

Und wer in diesem Forum aufmerksam liest, der findet überall Berichte über Erfolge, Hoffnungen, Versuche sein Leben mit Hilfe einer spirituellen Kraft neu auszurichten, zu verbessern etc.

Ich glaube die Aussage "Gott ist Alles" ist genau so sinnlos wie "Alles ist Energie" - auch wenn es faktisch stimmen sollte.
Wir können von der transzendenten Kraft "Gott" nur das erkennen, was uns unser mehr oder weniger entwickelte "Mind" erkennen lässt.
Wir können nur wahrnehmen, was die Mechanismen des Gehirns zulassen. Alles andere ist Illusion. Vielleicht ahnen wir das Wunderbare, das sich hinter all unseren Denkversuchen, der Logik, dem Dr-überlegen versteckt, aber erkennen geht solange nicht, bis das "Bewusstsein", das uns auszeichnet, so weit sensibilisiert ist, dass es den feinsten Intuitionen folgen kann und sie in Objekten begreifbar macht. Dann ist wieder Wachstum eingetreten. Wachstum in dieser Welt. Dann ist KREATION eingetreten.

Deshalb habe ich auch gesagt: Wachstum, Leben, geht aus dem Strukturlosen hervor und zielt auf höhere Strukturordnungen hin. Aus Energie werden Atome, daraus Moleküle und daraus werden Viren, Zellen, Organe .... eine fortwährende Zunahme an Ordnung (Syntropie). Im Gegensatz dazu die Entropie, bei der sich Strukturen ins Chaos auflösen. Endstation der Entropie: -276°C und reine, formlose Energie. Endstation der Syntropie: unbekannt,Hoffnung.

Alle "Menschheits-Lehrer" haben Methoden etabliert, die die Syntropie der Menschheit erhöhen sollen - also das Leben mehren. Dazu war es scheinbar unumgänglich ein Gehirn zu entwickeln, das heute unser komplexestes und hochstrukturiertestes Organ im Körper ist.

Ist das nicht schon Indiz dafür, dass sich die höheren Bewusstseinsebenen eben nur in hochstrukturierten biologischen Organen ausdrücken können? Das echte Bewusstseinerweiterung zu einer messbaren Veränderung der menschlichen Biologie führt? Also geht die menschliche Entwicklung in Richtung FORM und wenn wir mit Affirmationen, Gebeten und Meditationen arbeiten, dann erhöhen wir bewusst die Strukturierung unseres Lebens in Richtung : MEHR AUSDRUCK!
Die erste Auswirkung davon ist eine steigende Sensibilität, eine höhere Intuition, der dann konkrete Reaktivierungen des edokrinen Systems und Gehirnareale folgen. Dauerhaft. Messbar.

alles liebe
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joan Offline

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02.08.2008 15:33
#6 RE: Ein Gespräch mit Mars antworten



Antwort Mars:

Lieber Joan!

Du schreibst:

Zitat:

In Antwort auf:
ja, damit hast du wohl recht. Geckos, Dämonen, Engel, Götter,Steine, Atomkraftwerke, Neutronenbomben.... alles ist Gott.


Nur, was nutzt dir diese Erkenntnis in deinem täglichen Leben?


Also, ich würde sagen, eine ganze menge:

1. Befreit uns dieses erweiterte gottesbild von der vorstellung eines persönlichen, "religiösen" gottes. Dem gottesbild, indem die meisten von uns aufgewachsen sind. Diese erkenntnis ersetzt den strafenden und belohnenden, den von uns getrennten, richtenden gott.

2. Erleichtert es uns anzuerkennen, daß in jedem menschen, vor allem jenen die man nicht so mag, etwas göttliches innewohnt. Es verhilft uns dazu, unsere bewertungen und urteile etwas herunterzuschrauben, da wir uns immer wieder daran erinnnern können, daß im grunde alles eins und eben alles gott ist, und es erinnert uns daran, daß unsere negativen wahrnehmungen illusionen sind, da wir in den jeweiligen menschen, oder auch situationen, in dem jeweiligen moment das göttliche nicht erkennen - obwohl das potential dazu vorhanden wäre.

3. Ist diese erkenntnis ein wesentlicher schritt auf dem weg zu immerwährenden frieden. Wenn ich weiß, daß alles gott ist, und ich daher auch weiß, daß ich gott bin, dann kann mein, von meiner umgebung augenscheinlich getrennter körper oder verstand, nicht meine wahre identität sein. Dieser prozeß beruht vielmehr auf intuition, als auf ein "verbales durchdenken" wie ich es gerade gemacht habe.
Das soll heißen: Es erleichtert einem den gang in die stille, in einem raum zu sitzen, seine umgebung zu beobachten, und einfach still zu sein. So empfinde ich das zumindest.

Es gäbe noch weitere punkte, die man anführen könnte.

Ich geh mal stark davon aus, daß dir das alles eh klar ist, und deine frage eher provozierenden (ich verwende das wort ohne jegliche wertung) charakter hat. Ich möchte dich daran erinnern, daß du mir eine frage gestellt hast, und ich dir die einzig mögliche antwort auf diese frage gegeben habe.



Zitat:
In Antwort auf:
Dann müssen wir schon ziemlich dumm sein, wenn wir soviel über "Gott" nachdenken.



Ja, im grunde ja. Mit unserem verstand können wir gott nicht (er)fassen, völlig sinnlos, wie du selbst weißt.
Allerdings macht es sicherlich sinn, über die "wegweiser" nachzudenken, und darüber, wie man mit diesen wegweisern hantieren kann.
Es macht auch sinn, über die konsequenzen unseres gottesbildes auf unser alltägliches leben nachzudenken, so lange, bis auch das keinen sinn mehr macht.


Zitat:
In Antwort auf:
Doch ist es nicht letztendlich so, dass wir das Objekt "Gott" immer dann brauchen, wenn wir am Ende unseres Lateins sind? Wenn alles Nachdenken nichts mehr nützt? Wenn unsere Logik und unser Wissen zusammenbricht, weil eine Lebenssituation eingetreten ist, die wir NIEMALS haben wollten.



Das trifft sicherlich auf sehr viele menschen zu. Menschen die sich ihrer eigenen verantwortung und macht nicht bewußt sind.


Zitat:
In Antwort auf:
Wir schreien nach "Gott", wenn es uns dreckig geht und wir keine Ahnung mehr haben wie es weiter gehen soll.



Ja, ist aber aus meiner sicht auch durchaus ok, auch wenn man die spirituellen gesetze anerkennt. Es kann durchaus heilsam, aber vor allem auch hilfreich sein, wenn man in einer situation, in der man nicht mehr weiter weiß (und das kann einem auch passieren, wenn man alle spirituellen gesetze kennt und auch (versucht) anzuwenden), nach gott schreit. Ich schließe dabei nicht aus, daß einem geholfen wird, selbst wenn man keine ursachen "im klassischen sinne" setzt.
(Die ursache in diesem fall könnte lauten: Aufnahme der kommunikation mit gott; feedback an gott; der glaube, daß einem geholfen wird, wenn man aufschreit.)

Und somit stimmt dieser satz:

Zitat:
In Antwort auf:
Ist eigentlich kein Wunder dass dieses "Gott" sich dann taub stellt. Es hat ja die Situation erzeugt.



zwar weitestgehend, aber nicht ganz.

Ich glaube nicht, daß wir völlig auf uns allein gestellt sind. Es gibt instanzen die uns behilflich sind. Und trotzdem tragen wir natürlich die verantwortung für unser schicksal. (Auch da könnte man jetzt weiterdiskutieren... wie frei ist der mensch? usw., und da würde widersprüchliches dabei herauskommen, aber anscheinend kommt man da nicht umhin, immer wieder eine etwas schizophrene haltung einzunehmen.)


Zitat:
In Antwort auf:
Der ist so brutal und wirft dich mit voller Wucht in deine eigene Verantwortung und wenn du sie dann immer noch nicht annimmst, dann stürzt er auch mal einen ganzen Planeten ins Chaos.
Was solls - er/sie/es ist ja ALLES!



Unser ego stürzt den ganzen planeten ins chaos.


Zitat:
In Antwort auf:
Also, ich finde so eine "Alles ist Gemüsesuppe" Haltung ist für die Gestaltung des eigenen Lebens absolut unbrauchbar.



Diese haltung entspricht nicht meiner haltung.


Zitat:
In Antwort auf:
Da finde ich es schon besser sich mit den aktuell gültigen geistigen Regeln zu befassen und zu lernen, auszuprobieren. Mehr als auf die Nase fallen kann man ja nicht.



Irgendwie überkommt mich das gefühl, du würdest von mir denken, daß ich von der fähigkeit, mit hilfe unserer schöpferkraft unser leben zu gestalten, nichts halte. Wie du zu dieser ansicht kommst ist mir rätselhaft.
Joan, ich kann dich beruhigen, dem ist nicht so... mitnichten.

An dieser stelle möchte ich jedoch meine haltung zu diesem thema präzisieren.

Schöpfen ist schön und gut. Allerdings ist es von vorteil, wenn man diese fähigkeit auch weise einsetzt.
Weise ist in diesem fall alles, was dich wieder mit gott verbindet, was dich heimkehren läßt. Also das schöpfen von frieden, bzw. stille und gegenwärtigkeit, das erschaffen eines überflusses an liebe und freude, das erschaffen der wegbereiter zu deiner immerwährenden erleuchtung.

Und jetzt das wesentliche: Wahrlich erstrebenswert ist es, sich mit gott zu vereinen, und sich seine gedanken von gott inspirieren zu lassen. Wenn man im zustand der erleuchtung lebt, und dazu genügt nicht die alleinige erkenntnis, daß alles gott ist, man muß vielmehr in dieser erkenntnis, mit allen ihren schönen konsequenzen, eben leben, dann wird man sich nicht mehr darum kümmern, was man jetzt alles visualisieren soll. Die denkenswerten gedanken, werden von alleine kommen, und man wird damit auf's äußerste zufrieden sein.
Unser göttliches selbst weiß am allerbesten, wie wir glücklich werden.

Und trotzdem möchte ich betonen, daß ich überhaupt kein problem damit habe, wenn sich jemand einen aston martin oder eine luxusvilla auf den bahamas wünscht. Vielleicht bringt einen gerade der aston martin auf den highway zur erleuchtung.

Wichtig ist bei alledem, zu wissen, daß alle äußeren dinge uns nur kurzfristiges glück bescheren, aber auch kurzfristiges glück kann eben sehr schön sein.


Zitat:
In Antwort auf:
Ich glaube die Aussage "Gott ist Alles" ist genau so sinnlos wie "Alles ist Energie" - auch wenn es faktisch stimmen sollte.



Nein, keinesfalls. Siehe oben. Ok, du meinst das also tatsächlich so...


Zitat:
In Antwort auf:
Wir können von der transzendenten Kraft "Gott" nur das erkennen, was uns unser mehr oder weniger entwickelte "Mind" erkennen lässt.
Wir können nur wahrnehmen, was die Mechanismen des Gehirns zulassen. Alles andere ist Illusion.



Ich versteh nicht ganz wie du sowas schreiben kannst. Ich glaube nicht, daß unsere wahrnehmung gänzlich von unserem gehirn abhängig ist. Siehe nahtodeserfahrungen und außerkörperliche erfahrungen.


Was den rest betrifft... ja, da magst du durchaus recht haben.


Und zum abschluß noch eine grundsätzliche klärung:

Du hast in einem deiner beiträge geschrieben, daß der glaube an eine einteilung der illusionen nach graden, einem glauben an eine objektive existenz entspricht. Ich habe dir geantwortet, daß ich dich verstehe, und das tue ich auch.
Dir wird nun aufgefallen sein, daß ich von dieser grundsätzlichen haltung, im oben geschriebenen text, aufgrund verschiedener formulierungen, immer wieder abweiche.
Die sache ist die: Meiner meinung nach kommt man nicht umhin, immer wieder zwischen zwei ebenen zu wechseln, wenn man sich über gott und spirituelle themen unterhält.
Diese verschiedenen ebenen könnte man so zum ausdruck bringen: Alles ist gott / gott vs. ego, alles ist liebe / liebe vs. angst, wir sind alle eins / die geeinten und die getrennten, alles ist illusion / illusionen eingeteilt nach graden, etc.

Und wieso?

- Weil die eine ebene (alles ist liebe) der wahrheit sicherlich näher kommt, aber mehr theorie als praxis ist. Die praxis im erleben der meisten menschen ist vielmehr liebe vs. angst, und aus diesem erleben heraus, kann oder muß man auch die dinge schildern, ohne natürlich darauf zu vergessen, daß es eine "höhere" ebene gibt.
Wie sollen 1. einen die leute verstehen, wenn man die dinge nicht aus ihrer erfahrungswelt beschreibt, und wie kann man 2. darauf verzichten, wenn man selbst unter anwendung diverser "gedankenbilder" ein stückweit diesen weg gegangen ist, und sich diese bilder in der praxis immer wieder bewährt haben, ja, immer noch bewähren, bis man halt ankommt.
Und das heißt jetzt nicht, daß man deshalb dazu verdammt ist, immer wieder auf der selben stelle zu treten. Ich erlebe das so, daß sich diese bilder und erfahrungen immer wieder erweitern.

- Weil eine erweiterung des spielraumes, auch einer erweiterung der verständnismöglichkeiten beinhaltet.

- Weil man einfach nicht drumherum kommt, die illusionen mit einzubeziehen, um sich von diesen illusionen (die letztendlich trotzdem, aus der praxis heraus, eine gewiße wirklichkeit haben) zu lösen.


Wie könnten wir uns über diese dinge unterhalten, wenn wir nicht beide die unausgesprochene vereinbarung treffen würden, daß es eine objektive existenz gibt?! Auf dieser ebene natürlich


Dideidldijö, Mars

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02.08.2008 15:35
#7 RE: Ein Gespräch mit Mars antworten


Lieber Mars,
Dein Beitrag ist so gewaltig vielfältig, dass ich nicht auf jedes Detail eingehen will, das würde viel zu lang. Wenn ich was wichtiges auslasse, sprechen wir es später wieder an. Ich hoffe, dass sich mit dir nicht eine Wörterschlacht wiederholt, denn falls es noch jemand nicht bemerkt haben sollte, MEIN „Dämon“ ist die Wortgewalt... So will ich jetzt nur mal auf das eingehen, was mich berührt hat.

Du schreibst

1. Befreit uns dieses erweiterte gottesbild von ..... Dem gottesbild, indem die meisten von uns aufgewachsen sind. Diese erkenntnis ersetzt den strafenden und belohnenden, den von uns getrennten, richtenden gott.

WER ist WIR?
Ich habe kein solches Gottesbild oder höchstens als Comic, wo der Zeus auf dem Olymp sitzt und mettrunken mit Blitzen um sich zuckt. Ich war allerdings auch von klein auf immer in kritischer Distanz zu Religionen aller Art. Mein Gottesbild ist das was ich erlebe, wenn ich diese Realität ansehe. Manchmal schlecht – manchmal gut.
Ich glaube nicht, dass die Gemüsesuppendefintion von „Gott ist Alles“ zu irgend etwas nützlich ist, denn so eine abstrakte Definition ist was für Kopfakrobaten, aber nicht für Menschen.

Du schreibst

2. Erleichtert es uns anzuerkennen, daß in jedem menschen, vor allem jenen die man nicht so mag, etwas göttliches innewohnt. Es verhilft uns dazu, unsere bewertungen und urteile etwas herunterzuschrauben, da wir uns immer wieder daran erinnnern können, daß im grunde alles eins und eben alles gott ist, und es erinnert uns daran, daß unsere negativen wahrnehmungen illusionen sind, da wir in den jeweiligen menschen, oder auch situationen, in dem jeweiligen moment das göttliche nicht erkennen - obwohl das potential dazu vorhanden wäre.

Das kann ich mir tausendmal vorsagen, dadurch wird es nicht erfahrbarer. Erst wenn ich etwas erfahre, verwandelt es sich aus der Hypothese (dem Glauben) in Wissen. Erst wenn ich die Erfahrung im Außen verinnerliche, kann es in meinem Leben sichtbar werden. Wie der Samen, der in die Erde muss, damit er gedeihen kann.

Du schreibst:

3. Ist diese erkenntnis ein wesentlicher schritt auf dem weg zu immerwährenden frieden. Wenn ich weiß, daß alles gott ist, und ich daher auch weiß, daß ich gott bin, dann kann mein, von meiner umgebung augenscheinlich getrennter körper oder verstand, nicht meine wahre identität sein. Dieser prozeß beruht vielmehr auf intuition, als auf ein "verbales durchdenken" wie ich es gerade gemacht habe.
Das soll heißen: Es erleichtert einem den gang in die stille, in einem raum zu sitzen, seine umgebung zu beobachten, und einfach still zu sein. So empfinde ich das zumindest.

Und wieder sage ich: Solange ein Mensch nicht die Erfahrung gemacht, das „ALLES GOTT IST“ solangfe bleibt er ein Pharisäer. Ein Schriftgelehrter, der viele Wörter und semantische Tricks kennt, aber keine Authentizität hat.

... und du hast recht, es gibt sehr viele weitere Punkte, die man hier aufzählen könnte, doch sie alle führen nur in eine verdichtete Illusion. Diese Illusion verursacht dann, dass man vor lauter wissen, aufhört zu erfahren und dann wird es diabolisch abstrakt. Das möchte ich lieber vermeiden, denn wie gesagt die Wörter sind mein Dämon.

Ich wollte eigentlich niemanden bewusst provozieren. Fragen haben es nun mal so an sich, dass sie nach Antworten heischen.

Wir schreien nach Gott, wenn es uns dreckig geht...
Da hast du natürlich recht, dass es helfen kann, wenn wir in der Not laut den Kontakt suchen. Doch was dabei passiert ist weniger, dass sich der transzendente Gott jetzt gnädig dem Suchenden zuwendet, sondern dass der Suchende seinen Dickkopf aufgibt und loslässt. Erst im Loslassen können die feinen Kräfte wirken, die dann seine Realität verändern. Oh ja alle stehen drum rum und staunen über das Wunder. Anstatt zu verstehen WAS da passiert ist, fangen sie jetzt auch noch an ihre Bitt-Litaneien zu kreischen: Gott, tu das, Gott, tu jenes, Hilf hier und da.....

„ALLES IST GOTT“ und damit auch die Situation in der der Gott als Suchender nach sich selber fleht. R muss lange flehen und viel Widerstände loslassen, bevor er merken kann, das er vor einem Spiegel steht. Erst dann kann er allmählich anfangen Verantwortung auf sich zunehmen- Vorher hat er keine Ahnung WAS Verantwortung überhaupt ist.

Du schreibst: ... Ich schließe dabei nicht aus, daß einem geholfen wird, selbst wenn man keine ursachen "im klassischen sinne" setzt.
(Die ursache in diesem fall könnte lauten: Aufnahme der kommunikation mit gott; feedback an gott; der glaube, daß einem geholfen wird, wenn man aufschreit.)

Es wird geholfen, so wie in jedem Augenblick. Doch erst wenn der Betroffene seine Fixierung vom Problem löst, kann er plötzlich die Lösung sehen. Das ist ein durchaus schmerzvoller Prozess und keinesfalls leicht.
Und Nein, WIR sind nicht auf uns allein gestellt. Das impiliziert ja schon das WIR. Wir Menschen haben uns gegenseitig. Denn Schicksal und Karma macht nur einen Sinn, wenn es sich innerhalb der Gemeinschaft der Menschen vollzieht. Es braucht also mehr als EINEN, um solche Konstruktionen leben zu können. Daher werden sie alle hinfällig, wenn das Viele im Bewusstsein des EINEN erwacht.

Nein, Mars, ich glaube nicht, dass du von der ... von der fähigkeit, mit hilfe unserer schöpferkraft unser leben zu gestalten, nichts hältst. Aber in Bezug auf den n. Grad der Existenz ist deren Anwendung einfach Arbeit in der Illusion. „frieden, bzw. stille und gegenwärtigkeit, das erschaffen eines überflusses an liebe und freude, das erschaffen der wegbereiter zu deiner immerwährenden erleuchtung.“ .... ist alle Teil der Illusion und das ist GUT SO, denn es ist die einzige Realität, die wir in diesem Traum beleben. An dieser Welt, diesem Leben ist NICHTS falsch oder schlecht, es ist weder gut noch böse, weder hell noch dunkel – es ist einfach wie es ist. Aber weil wir uns so auf das Jetzt fixieren, ist es eine große Anstrengung davon loszulassen. ich sage nicht auf etwas anderes konzentrieren, sondern einfach loslassen, vom Denken, vom Fühlen, vom Interpretieren von allem und zuletzt vom Gedanken: ICH BIN. Erst dann bricht die Illusion für einen Augenblick zusammen. Für einen Augenblick in dem etwas erfährt, bis jemand sagt: Ich habe das und jenes erfahren und dann rattert das Gedankengetriebe mit seinen 500 Wahrnehmungen und 5 Gedanken pro Sekunde. Das wars. Ein Blick auf die andere Ebene und schon ist es vorbei mit der Illusion – aber erst dann.

Deshalb heisst es im Zen auch: Diese Welt ist die beste, um Befreiung zu erfahren. In keiner geistigen Dimension kann man „erfahren“. Das geht nur hier als Mensch unter Menschen – oder sollte ich sagen „Angel in disguise“?

Du schreibst: Und jetzt das wesentliche: Wahrlich erstrebenswert ist es, sich mit gott zu vereinen, und sich seine gedanken von gott inspirieren zu lassen.“

Was ist das bitte sich mit Gott zu vereinigen? Wenn Gott doch alles ist, ist die Vereinigung immer schon da. Was ist der Zustand der Erleuchtung anderes als eine Illusion in der Illusion. Als ob es einen anderen Zustand gäbe!

Es gibt nur Milliarden Wesen, die soviel Angst vor ihrer eigenen Herrlichkeit haben, dass sie lieber den Kopf in den Sand stecken und der Sonne nur ihren Allerwertesten zeigen. Vielleicht hätten die Engel bei der Inkarnation keinen Kopfsprung von Wolke 7 machen sollen.....

Der Zustand der Erleuchtung ist ein Märchen, das von denen geträumt wird, die immer eine Ausrede braucehn, warum sie nicht erleuchtet sind. Kein Mensch ist jemals erleuchtet worden. Niemals hat das jemand von sich selbst behauptet. Es gibt nämlich ein geistiges Gesetz:

DIE 18 HAUPT- UND 46 NEBENGELÜBDE DER BODHISATTVAS
DIE ACHTZEHN HAUPTGELÜBDE DES BODHISATTVA
FOLGENDE HANDLUNGEN SIND AUFZUGEBEN:
1. Dich selbst loben und andere herabsetzen, weil du daran anhaftest, Gaben zu empfangen, als Lehrer geehrt und geachtet zu werden und im allgemeinen auf Gewinn aus bist.
2. Denen, die leiden und ohne Beschützer sind, keine materielle Hilfe zukommen lassen und ihnen nicht den Dharma lehren, weil du geizig bist und Wissen nur für dich allein anhäufen willst.
3. Nicht zuhören, wenn jemand, der dich früher beleidigt hat, seinen Fehler zugibt und um Verzeihung bittet und gegen diesen einen Groll hegen.
4. Die Belehrungen des Buddha verurteilen und falsche Anschauungen haben.
5. Sich Gaben an die Drei Juwelen der Zuflucht durch Hinterlist, Raub oder üble Machenschaften aneignen.
6. Die drei Lehrkörbe (Skt. Tripitaka) verachten und behaupten, dass diese Texte nicht Lehren des Buddha seien.
7. Mönche aus dem Kloster oder der Mönchsgemeinschaft (Skt. Sangha) ausschließen, auch wenn sie ihre Gelübde gebrochen haben, weil man ihnen nicht vergibt.
8. Eines der fünf abscheulichen Verbrechen begehen: die Mutter, den Vater oder einen Arhat töten, mutwillig das Blut eines Buddhas vergießen, Zwietracht in der Mönchsgemeinschaft (Skt. Sangha) säen, indem man abweichende, falsche Ansichten unterstützt und verbreitet.
9. Anschauungen hegen, die mit den Belehrungen des Buddhas im Widerspruch stehen, wie Sektierertum, Unglaube in bezug auf die Drei Juwelen der Zuflucht, das Gesetz von Ursache und Resultat usw.
10. Einen Ort vollständig durch Feuer, Bomben, Verunreinigung oder schwarze Magie zerstören.
11. Die Leerheit (Skt. Sunyata) denen lehren, die noch nicht bereit sind, sie zu verstehen.
12. Menschen davon abhalten, nach der vollständigen Erleuchtung der Buddhaschaft zu streben und sie ermutigen, nur ihre eigene Befreiung vom Leiden anzustreben.
13.Menschen ermutigen, die Gelübde der moralischen Disziplin, die sie abgelegt haben, aufzugeben.
14. Andere dazu bringen, deine eignen falschen Ansichten über das Hinayana, die du vielleicht hast, zu teilen sowie die Belehrungen des Hinayana herabzusetzen und sagen, dass seine Praxis nicht zum Nirvana führt.
15. Den Dharma ausüben, unterstützen oder lehren mit dem Ziel, finanziellen Profit und Ruhm zu gewinnen, währenddem man von den eigenen Motiven sagt, sie seien rein, und behauptet, dass einzig andere den Dharma aus solch niedriger Gesinnung heraus praktizieren.
16. Obwohl du vielleicht wenig oder kein Verständnis der Leerheit hast, anderen sagen, dass sie genau so groß und innerlich realisiert würden wie du, wenn sie ein ebenso tiefes Verständnis wie du erlangen.
17. Von anderen Geschenke annehmen und andere ermutigen, dir Dinge zu geben, die ursprünglich als Gaben für die Drei Juwelen der Zuflucht gedacht waren.
18. Etwas von den Mönchen wegnehmen, die sich in Meditation üben, und es denen geben, die bloß Texte rezitieren.

Aber wenn man als Mensch seine Sensibilität schult und den Ebenenwechsel übt, dann muss man: .... in dieser erkenntnis, mit allen ihren schönen konsequenzen, eben leben, dann wird man sich nicht mehr darum kümmern, was man jetzt alles visualisieren soll. Die denkenswerten gedanken, werden von alleine kommen, und man wird damit auf's äußerste zufrieden sein.
Unser göttliches selbst weiß am allerbesten, wie wir glücklich werden.

Niemand sollte ein Problem damit haben die Güter und Produkte der Welt anzunehmen und zu genießen, denn schließlich sind alleS Gott und auch von ihm/ihr/es so gewollt – inklusive deines Wollens sie zu wollen.

Wir können von der transzendenten Kraft "Gott" nur das erkennen, was uns unser mehr oder weniger entwickelte "Mind" erkennen lässt. Wir können nur wahrnehmen, was die Mechanismen des Gehirns zulassen. Alles andere ist Illusion.

Solange wir „Mensch“ sind, also eine Einheit aus biologischer Materie und geformt durch ein Bewusstseinskontinuum, solange nehmen wir nur mit den Sinneswahrnehmungen des Gehirns wahr. Unser Gehirn verarbeitet diese Eindrücke und konstruiert daraus die persönliche Realität. Das beginnt irgendwann kurz nach der Zeugung und endet mit dem physischen Tod. Erst wenn das „Ich bin“ in dieser Welt zusammen bricht, starten sofort die Wahrnehmungsorgane der anderen Ebene. Diese sind viel viel viel schneller und so erübrigen sich für sie Begriffe wie Zeit oder Raum. Von der menschlichen Ebene aus ist es der Aufstieg in das transzendente „goldene Bewusstsein“, die Heimkehr nach Nirwana, aber gleichzeitig auch das verlassen der menschlichen Welt. Nun ist es nicht unbedingt nötig zu sterben, um diese Erfahrung zu machen. Allein das Üben der Gedankenlosigkeit führt nach einiger Zeit (Monate, Jahre) dazu hin und wieder einen Blick über den Tellerrand werfen zu können. Aber auch Trancen haben eine großes Potential diese Erfahrung auszulösen.

Wir müssen also aufpassen: Mit den Existenzebenen verwandeln sich nicht nur unsere Form (materiell, geistig) auch die Wahrnehmungsmechanismen und das Selbstverständnis. Es ist eine Metamorphose, bei der die Raupe nicht weiß, ob sie sich selbst als Schmetterling erkennen wird.

Ja, wir wechseln laufend zwischen den Ebenen. Doch wir fixieren unsere Präferenz auf eine kleine Auswahl. Unsere Natur ist Bewegung und genau das tun wir die ganze Zeit strahlen! Wir oszillieren zwischen den Bewusstseinebenen und dabei verlassen wir unseren Platz niemals. Der Geist bewegt das Universum – wohl wahr.

Und du hast auch recht, dass es viele kollektive Bilder gibt, die den Weg durch die Ebenen markieren, doch die Marken verschwinden, wenn man eine Eben betritt. Deshalb ist es so wichtig, das viele Menschen sich auf den Weg begeben, sich dem Abenteuer aussetzen, ihr Leben aufs Spiel setzen, um neue Marken zu setzen. Je mehr Menschen das „Nichtdenken“ erfahren, desto stabiler und gangbarer wird der Weg. Nicht umsonst will Sri Baghawan 8000 Menschen in 24 stündiger tiefer Meditation verharren lassen, um einen Effekt auf das Menschheitsbewusstsein auszuüben. Ok, davon halte ich nicht viel. Ist auch ein Weg. Besser wäre es allemal, wenn 6 Milliarden einmal am Tag einen tiefen Atemzug für sich selbst tun würden und in dieser Zeit keinen einzigen Gedanken denken ... Ich weiß, ich bin ein idealistischer Optimist ..

Du schreibst: ....Wie könnten wir uns über diese dinge unterhalten, wenn wir nicht beide die unausgesprochene vereinbarung treffen würden, daß es eine objektive existenz gibt?! Auf dieser ebene natürlich

Ja, wie ist das nur möglich ....

lieben Gruß
Joan

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joan Offline

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02.08.2008 15:37
#8 RE: Ein Gespräch mit Mars antworten

Antwort Mars

Hallo Joan!

"Ich hoffe, dass sich mit dir nicht eine Wörterschlacht wiederholt"

Nein, sicherlich nicht. Ich hab überhaupt kein interesse an einer wörterschlacht, und zum streiten braucht man bekanntlich zwei. Seitdem ich im forum von erhard schreibe, weiß ich, daß ich mich da ganz gut im griff habe (tief durchatmen, eine weile warten, erst dann schreiben - vor allem wenn man es mit naguila zu tun hat :), aber ich tu mir da vielleicht ein bißchen leichter, da ich ihn kenne und schätze.)


Was das gottesbild betrifft, das religiöse und so...

"WER ist WIR?"

Mit wir meine ich eine breite allgemeinheit und mit sicherheit nicht dich. Ich kenne dich praktisch nicht, und würde es mir nicht erlauben dir ein solches gottesbild zu unterstellen. Schon gar nicht nachdem ich deine texte gelesen habe.
Ich persönlich bin mit einem solchen gottesbild aufgewachsen, war jetzt allerdings nix traumatisches, der strafende gott ist in meiner familie zum glück nie hervorgehoben worden. Auf jeden fall hab ich mich im laufe meiner jugend von diesem religiösen gottesbild gelöst, viele andere menschen nicht - und die meine ich eigentlich mit "wir".


"Mein Gottesbild ist das was ich erlebe, wenn ich diese Realität ansehe. Manchmal schlecht – manchmal gut."

Aaarrrgghhh!!!! Wie soll ich das ausdrücken? Das liegt wohl unter anderem auch an der natur eines solchen forums - und dem problem der sprache. Du liest etwas, das jemand geschrieben hat, gehst mit den grundpfeilern konform bzw. erkennst das da was dahintersteckt, und glaubst (blöderweise), daß er deswegen in vielen oder wesentlichen punkten mit dir übereinstimmen wird.
Beziehungsweise, daß man, wenn wesentliche übereinstimmungen zu erkennen, oder zu erahnen sind, der andere genauso denken muß wie man selbst. Was natürlich ein schwachsinn ist.
Und außerdem gibt es 100.000 gelgenheiten den anderen falsch zu verstehen, oder auch gar nicht zu verstehen.

Also... mein gottesbild ist ein ausgesprochen gutes, und das wird zur zeit auch stark durch den kurs bestätigt, mit dem ich mich momentan beschäftige.
Ich möchte diesen punkt auch mit den worten des kurses erläutern: Wir (die söhne gottes) erschufen das ego. Das ego stammt nicht von IHM (gott). Er liebt uns (Gottes "natur" ist also unter anderem liebe - ich weiß, daß man darüber streiten kann ob man gott irgendwelche attribute andichten kann, und offensichtlich machen menschen erfahrungen, die dazu führen, daß sie gott alles bzw. nichts zuschreiben. Siehe naguila. Ich glaube allerdings nicht, daß das der weisheit letzter schluß ist!!!).
Also nach den worten des kurses liebt er uns, und möchte, daß wir heimkehren, also unser ego, die idenktifikation mit dem verstand, aufheben.
Wenn du also diese realität siehst, und schlechtes erkennst, dann ist das nicht von gott. Er stellt lediglich die "trägersubstanz" zur verfügung, und WIR haben unser ego, und alles daraus resultierende erschaffen. So sehe ich das.
Erfahrungen, die für mich als indizien fungieren, sind persönliche, und solche die ich durch beobachtung "erlangt" habe. Ich weiß, daß wenn ich mein ego runterschraube, also still werde, frieden und liebe entstehen. Ich beobachte an "meistern", daß sie voller ruhe und liebenswürdigkeit sind.
Und das ist es was ich meine, wenn ich davon schreibe, gott näher zu kommen. Und das entspricht in etwa der "illusion 1. grades". Also wenn der schleier (in unserer erlebbaren welt, ich meine damit kein großes spirituelles erlebnis) entfernt wird, und man erkennt, daß das schlechte nicht von gott kommt, sondern eben aus unserem ego, und daß selbst im "schlechten" viel göttliches enthalten ist, bzw. das wahrhaft göttliche hindurchscheint. Ich weiß wie sich das anfühlt.


"Ich glaube nicht, dass die Gemüsesuppendefintion von „Gott ist Alles“ zu irgend etwas nützlich ist, denn so eine abstrakte Definition ist was für Kopfakrobaten, aber nicht für Menschen."

Doch. Für viele menschen wäre diese erkenntnis etwas ganz neues, und ein wesentlicher schritt nach vorne, mit dem sie sich auseinandersetzen müßten. So viel kopfakrobatik braucht's dazu nicht, ein wenig zeit um das zu integrieren vielleicht schon.
Vielleicht hast du dir das video von adyashanti angeschaut, das ich ins forum gepostet habe - er spricht mehrere minuten über "the one", nur um das zu veranschaulichen.

Bezüglich anerkennen, daß jedem menschen das göttliche innewohnt, als erleichterung um zu vergeben:

"Das kann ich mir tausendmal vorsagen, dadurch wird es nicht erfahrbarer."

Stimmt meiner meinung nach auch nicht ganz. Wenn ich mir das immer wieder vorsage (in dem glauben daran, dass das stimmt), verinnerliche ich diesen glauben oder diese erkenntnis dermaßen, daß ich nicht anders kann, als danach zu handeln. Unser glaube bestimmt unser handeln!

"Erst wenn ich etwas erfahre, verwandelt es sich aus der Hypothese (dem Glauben) in Wissen."

Das stimmt allerdings natürlich auch! Und, ich weiß nicht ob du dabei auch mich persönlich ansprechen wolltest, ich wende es auch an. Dem kurs sei dank :).


"Und wieder sage ich: Solange ein Mensch nicht die Erfahrung gemacht, das „ALLES GOTT IST“ solangfe bleibt er ein Pharisäer. Ein Schriftgelehrter, der viele Wörter und semantische Tricks kennt, aber keine Authentizität hat."

Nein, ich habe diese erfahrung nicht gemacht, da hast du vollkommen recht. (Obwohl ich die erfahrung des einsseins mit meiner umgebung kenne, aber das woll ma mal hier nicht gelten lassen. So wie du das beschreibst scheint das was ganz anderes zu sein, und übersteigt meinen erfahrungsschatz.).
Ich wollte allerdings auch nie den eindruck vermitteln, daß ich diese erfahrung gemacht hätte. Sollte ich diesen eindruck vermittelt haben, tut's mir leid, das war nie meine absicht.
Im gegenteil, so "gscheit" wie ich daherschreib, hab ich mir hin und wieder gedacht, es wäre wichtig, den leuten zu vermitteln, daß ich keinesfalls angekommen bin, bzw. das von mir selbst nicht glaube. In einer antwort auf einen beitrag von naguila hab ich
das auch auf subtile, und unaufdringliche art und weise gemacht. Im letzten beitrag den
ich dir geschrieben habe auch, aber da halt sehr subtil :).

Semantische tricks kenne ich nicht, und die interessieren mich auch nicht. Um rethorisch "gut drauf" zu sein, bzw. sich in einer diskussion behaupten zu können, ist die liebe zur wahrheit, meiner meinung nach, immer noch der beste lehrmeister. Klingt wie eine floskel, ist aber keine. Erkenne ich, daß meine ehrlichen argumente nicht ausreichen, um meinen standpunkt
zu behaupten, dann fällt mir kein stein aus der krone, wenn ich dem anderen recht gebe.

Authentizität habe ich. Ich kann zwar nicht beurteilen, wie sich eine solche erfahrung anfühlt, kann aber durchaus aus meinem eigenen fundus schöpfen, und der befindet sich auf einer intelektuellen ebene. Wenn ich diese anschauung in mein leben integriere, so hat das folgen für mein weltbild, und aus diesem weltbild heraus schreibe ich meine ansichten ins forum.

Ich kenne diese erfahrung nicht, und deshalb kann ich mich auch völlig irren.
Trotzdem möchte ich die provokante frage aufwerfen, was das für einen unterschied macht, ob man diese erkenntnis aus einer erfahrung bezieht, oder sie einfach nur für sich erkennt?
Was macht das für einen unterschied im praktischen leben?
Gut, die erfahrung haut einen sicher um. Und die erkenntnis aus einer solchen erfahrung, ist auch viel schneller da. Bei mir war das eher ein allmählicher prozeß. Bleibt die erkenntnis nicht die selbe?
Ich könnte es mir einfach gar nicht mehr anders vorstellen, als das alles gott ist. Was wäre das, was nicht gott durchdringen würde?!
Kann es sein, dass ein mensch der eine solche erfahrung macht, sich einfach nicht vorstellen kann, dass man auch ohne eine solche erfahrung, diese erkenntnis verinnerlichen kann?

Ich revidiere gerade den text, und dabei fällt mir ein, dass du auch von dem erlebnis berichtest, wie es ist, das universum durch verschiedene augen und in verschiedenen dimensionen zu erleben. Und da räume ich durchaus ein, dass diese erfahrung die grundfesten des erdachten ich sehr stark ins wanken bringt oder sogar einreißt, und das starke konsequenzen für „das leben danach“ hat. Das ist bei mir nicht der fall, die ich-identifikation oder auch ego-identifikation ist bei mir nach wie vor weitestgehend vorhanden.
Aber auch hierüber ist es nicht einfach zu schreiben, weil diese identifikation schwankungen unterworfen ist (je nachdem wie still man gerade ist), bzw. wie stark sie im gesamten ist (also wie viel man da bereits abgebaut hat).
Vielleicht ist das der strittige punkt? Das hätte allerdings eher wenig mit der erkenntnis zu tun, dass alles eins ist.

Wie gesagt, ich kann mich ja irren, und ich weiß auch nicht, welche folgen diese erfahrung in deinem leben hatte. Auf jeden fall lasse ich mich gern eines besseren belehren.



„Doch was dabei passiert ist weniger, dass sich der transzendente Gott jetzt gnädig dem Suchenden zuwendet, sondern dass der Suchende seinen Dickkopf aufgibt und loslässt. Erst im Loslassen können die feinen Kräfte wirken, die dann seine Realität verändern. Oh ja alle stehen drum rum und staunen über das Wunder. Anstatt zu verstehen WAS da passiert ist, fangen sie jetzt auch noch an ihre Bitt-Litaneien zu kreischen: Gott, tu das, Gott, tu jenes, Hilf hier und da.....“

Ja. So kann man das auch ausdrücken, und diese meinung teile ich.


„Erst dann kann er allmählich anfangen Verantwortung auf sich zunehmen- Vorher hat er keine Ahnung WAS Verantwortung überhaupt ist.“

Was bedeutet das? Was ist deiner meinung nach verantwortung?


„Und Nein, WIR sind nicht auf uns allein gestellt. Das impiliziert ja schon das WIR. Wir Menschen haben uns gegenseitig.“

Wenn ich schreibe, dass wir nicht auf uns allein gestellt sind, dann meine ich damit bewußtsein, welches in der geistigen hierarchie dem unseren überlegen ist. (Das geht über die idee eines kollektiven menschlichen unterbewußtseins hinaus.)


„Nein, Marc, ich glaube nicht, dass du von der ... von der fähigkeit, mit hilfe unserer schöpferkraft unser leben zu gestalten, nichts hältst. Aber in Bezug auf den n. Grad der Existenz ist deren Anwendung einfach Arbeit in der Illusion.“

? Da müssen wir uns falsch verstanden haben. Ich stelle überhaupt keinen bezug zwischen schöpferkraft und einer einteilung der illusionen nach graden her.
Die einteilung nach illusionen dient dazu, verschiedenes zu veranschaulichen.
Also die illusion, die entsteht, wenn man die welt mit den augen des egos betrachtet, und in weiterer folge die illusion, dass alles getrennt ist. Wobei da ein flließender übergang besteht.


„„frieden, bzw. stille und gegenwärtigkeit, das erschaffen eines überflusses an liebe und freude, das erschaffen der wegbereiter zu deiner immerwährenden erleuchtung.“ .... ist alle Teil der Illusion und das ist GUT SO, denn es ist die einzige Realität, die wir in diesem Traum beleben.“

Ok :). Also das wär nach meiner definition die illusion 2. grades. Die totale illusion. Innerhalb dieser illusion, gibt es aber eine weitere! Die illusion des egos. Man kann diese einzige realität, aus zwei verschiedenen perspektiven betrachten. Aus jener des egos, und jener des göttlichen. Man kann natürlich zwischen diesen beiden hin und her switchen, bzw. gibt es da auch unterschiedliche ausprägungen, also intensitäten.
Erleuchtung definiere ich unter anderem so, dass ein mensch in jener perspektive des göttlichen verharrt, und nicht mehr ins ego switcht (bzw. äußerst selten, und selbst da, im selben moment wieder herauskommt).


„An dieser Welt, diesem Leben ist NICHTS falsch oder schlecht, es ist weder gut noch böse, weder hell noch dunkel – es ist einfach wie es ist.“

Dieses leben und diese welt kann das paradies sein. So wie die welt jetzt gerade ist. Insofern würde man aus einem solchen erleben sagen, dass alles perfekt und gut ist.


„Erst dann bricht die Illusion für einen Augenblick zusammen. Für einen Augenblick in dem etwas erfährt, bis jemand sagt: Ich habe das und jenes erfahren und dann rattert das Gedankengetriebe mit seinen 500 Wahrnehmungen und 5 Gedanken pro Sekunde. Das wars. Ein Blick auf die andere Ebene und schon ist es vorbei mit der Illusion – aber erst dann.“

Ich weiß, dass ich mich da ein wenig aus dem fenster lehne, aber das ganze ist für mich immer noch fraglich. Welche konsequenzen hat diese erfahrung für dich gehabt? War’s einfach ein desillusionierung mit der einhergehenden erkenntnis: Ok, alles illusion. Es ist alles gar nicht so schlimm wie es scheint, da alles nicht wirklich wirklich ist? Oder hat es einen anhaltenden effekt in deinem leben gehabt.
Ich bin der meinung, dass solche erfahrungen insofern von wert sind, als dass sie einem zu einer gewissen erkenntnis verhelfen, aber andererseits auch sehr verfänglich sein können, da sie einen dazu verleiten zu glauben, man sei „erleuchtet“ (aufgrund der erkenntnis bzw. erfahrung) bzw. zu glauben, dass eh jeder erleuchtet ist, und es nichts mehr zu machen gibt, es keiner (anstrengungslosen) anstrengung mehr bedarf, in den zustand der erleuchtung einzutreten, weil das ja eh eine illusion ist.


„Was ist das bitte sich mit Gott zu vereinigen? Wenn Gott doch alles ist, ist die Vereinigung immer schon da. Was ist der Zustand der Erleuchtung anderes als eine Illusion in der Illusion. Als ob es einen anderen Zustand gäbe!“

Der zustand der erleuchtung ist eine desillusionierung in der illusion.
Die vereinigung mit gott ist immer da, die allermeisten menschen leben allerdings nicht aus dieser vereinigung heraus, sie betrachten die welt aus ihrem selbst- oder auch fremdgemachten illusionären ich heraus. Das ist der zustand in dem die meisten menschen leben. Konflikte und probleme sind vorprogrammiert – in unterschiedlichem ausmaß natürlich, je nachdem wie stark das ego ist.

Natürlich gibt es einen anderen zustand.


„Der Zustand der Erleuchtung ist ein Märchen, das von denen geträumt wird, die immer eine Ausrede braucehn, warum sie nicht erleuchtet sind. Kein Mensch ist jemals erleuchtet worden. Niemals hat das jemand von sich selbst behauptet.“

Puhhh. Ich verstehe nicht ganz, wie du so etwas schreiben kannst.

Wieso sollte buddha eine definition von erleuchtung abgeben, wenn er nicht behauptet hätte, er sei erleuchtet. (Erleuchtung = das ende allen leidens).
Eckhart Tolle sagt, er hat die erleuchtung erfahren. Osho hat behauptet, er sei erleuchtet. Viele weitere meister reden über erleuchtung, und geben zumindest indirekt zu erkennen, dass sie erleuchtet sind. Die liste ist wirklich lang.

Der zustand der erleuchtung ist keinesfalls ein märchen. Und es gibt einen fundamentalen unterschied zwischen menschen die erleuchtet sind, und solchen die es nicht sind.

Das ende allen leidens, völlige freiheit von angst, ständige gegenwärtigkeit, tiefer frieden, das gefühl völlig unangreifbar zu sein – nichts kann einen umhauen, eine völlig andere wahrnehmung der welt und der mitmenschen, ärger absolut ausgeschlossen.

Ich hatte einmal eine phase, die dauerte etwa zwei tage lang, in der ich an oben genannte attribute relativ nah herankam. Mein bewußtsein war natürlich auch da schwankungen unterworfen, und damit auch die intensität des inneren friedens den ich verspürte. Ich beschreibe also sozusagen die höhepunkte meiner erfahrung.

Ich ging durch die straßen, und verspürte einfach nur mitgefühl und liebe für alle meine mitmenschen. Ich hatte das gefühl in mir, dass niemand mir etwas anhaben konnte. Es gab nichts zu verteidigen, ich war die ruhe selbst. Ich spürte meine bewegungen, die empfindungen waren intensiver, das essen schmeckte intensiv und ich aß langsam und bedächtig, bewusst, und war auch nach einer halben portion satt. Ich genoß den frieden und die stille in mir und die wunderbare sorglosigkeit, die befreiende einfachheit.

Ich weiß, dass jeder mensch diesen zustand erreichen kann, und ich weiß, dass das nur ein kleiner vorgeschmack erleuchteten bewußtseins war. Ein völlig anderer zustand als der herkömmliche ego-zustand, der da ganz deutlich und auch sehr leicht von diesem inneren frieden zu unterscheiden ist. 24 h meditation.
Es ist immer da, weil wir eben mit gott verbunden sind. Unser geist ist jedoch nicht eins, sondern gespalten.
Und deshalb sagen auch die erleuchteten, dass es nicht einfach, aber simpel ist. Weil wir alle diesen zustand, mehr oder weniger, kennen, und er immer zugänglich ist. Die entscheidung, allerdings, auf die stimme in unseren kopf gänzlich zu verzichten, ist nicht so einfach.
Ist man erleuchtet, ist man herr über seine gedanken, und wenn gedanken auftauchen, dann kommen sie aus dem geeinten geist, aus gott.
Und das meine ich mit „gott näher“ kommen, da der rest ego-illusion ist. Die illusion von leid, ärger, angst, etc. Die illusion 1.grades. Alles nicht notwendig.

Damals passten alle faktoren gut zusammen. Meditation, affirmation, die äußeren lebensumstände. Ich war in diesem zustand einfach nur glücklich, machte den fehler meine übungen zu vernachlässigen, und fiel da wieder raus. Hätte ich weitergemacht, wäre ich tiefer in diesen zustand eingedrungen, und dann wär was passiert, dass mir ermöglicht hätte dort zu bleiben. Der kurs sagt dazu, dass der letzte schritt von gott getan wird.
Ich weiß auf jeden fall wie man dorthin kommt, und bin diesbezüglich auch guter dinge.

Für mich ist die existenz der erleuchtung also praktisch ein gewißheit, und etwas völlig natürliches. Kein großes spektakel. Es ist immer da.


„DIE 18 HAUPT- UND 46 NEBENGELÜBDE DER BODHISATTVAS
DIE ACHTZEHN HAUPTGELÜBDE DES BODHISATTVA
FOLGENDE HANDLUNGEN SIND AUFZUGEBEN:“

Solche regeln sind in letzter instanz völlig überflüssig, genauso wie die zehn gebote.
Ist man erleuchtet erübrigt sich das. Liebe, und tue was du willst – weil deine göttliche natur einfach nichts falsch machen kann.


„Niemand sollte ein Problem damit haben die Güter und Produkte der Welt anzunehmen und zu genießen, denn schließlich sind alleS Gott und auch von ihm/ihr/es so gewollt – inklusive deines Wollens sie zu wollen.“

Ich bin wirklich der letzte der ein problem damit hätte. Wenn du wüsstest was ich für erwartungen an das leben stelle! :)
Allerdings weiß ich auch, dass wenn ich einmal erleuchtet bin, ich womöglich ganz andere wünsche hegen werden, bzw. gar keine mehr, weil sich dann alles von selbst ergeben wird.
Bis ich dort bin, werde ich auf jeden fall fleißig weiter wünschen.


„Nicht umsonst will Sri Baghawan 8000 Menschen in 24 stündiger tiefer Meditation verharren lassen, um einen Effekt auf das Menschheitsbewusstsein auszuüben.“

Ich habe mir etwa fünf minuten, bevor ich deine mail gelesen habe, eben diesen sri baghawan auf youtube das erste mal reingezogen. :)


„Du schreibst: ....Wie könnten wir uns über diese dinge unterhalten, wenn wir nicht beide die unausgesprochene vereinbarung treffen würden, daß es eine objektive existenz gibt?! Auf dieser ebene natürlich

Ja, wie ist das nur möglich ....“

Na ja, indem wir eben die unausgesprochene vereinbarung treffen, dass es eine objektive existenz gibt. :)


So, bin verdammt müde und werd jetzt schlafen gehen.

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02.08.2008 17:22
#9 RE: Ein Gespräch mit Mars antworten
Lieber Mars!

Wieder ist deine Nachricht so vielfältig, dass ich nicht auf alles eingehen kann/will und mich auf die wichtigste Sache konzentriere, die sich mir als Sinn aus deinen Zeilen ergibt.

Zunächst sage ich dir noch einmal: Ich achte Deine Meinung und akzeptiere deinen Standpunkt. Ich beabsichtige nicht an diesen etwas zu ändern. Ich gebe dir meine Meinung als eine mögliche Alternative, die zu durchdenken deine eigene Entscheidung sein muss. Denn mein "Standpunkt" ist anders und nicht von dieser Welt. Ich sage das jetzt frei heraus, denn sonst besteht die Gefahr, dass ich mich in dem Wortgeflecht verliere, dass ich nun erstellen muss.

Es gibt folgende Punkte die ich ansprechen möchte (und ich denke das wird lang...:

1. Meine Interpretation:Gottes Sohn
2. Die Wirkung der Schöpferkraft in der Illusion
3. Das Bodhisattva Gelübde
4. Erleuchtung

1. Meine Interpretation : „Gottes Söhne“

Das ist ziemlich schwer in linearer Zeit richtig darzustellen, weil es keine Sequenz von Augenblicken ist, sondern ein „aus sich selbst hervorquellen“.

Als das transzendente Bewusstsein aus seiner Unbewusstheit erwachte, zerbarst es augenblicklich in Myriaden unterschiedlicher Aspekte und Konstellationen. Wir, die Menschen, erkennen von dieser Vielheit nur einen eng umgrenzten Teil. Nämlich das, was wir mit unseren Mitteln des „Verstandes“ in 4 Dimensionen packen können. Auch die Menschwerdung des Geistes ist eine Art Evolution. Dieser Vorgang dauert an und wir haben einige Milliarden Jahre Erfahrung in unserer DNS gespeichert, während wir ein „Kurzzeitgedächtnis“ haben, dass etwas 70-100 Jahre umfasst. Die Erfahrungen, die in diesem Kurzzeitgedächtnis enthalten sind, bilden nach immens kurzer Zeit (ca 2-3 Jahre) eine Eigendynamik heraus, die auf dem Urwissen schwimmt, wie ein Fettauge auf der Suppe. Diese Eigendynamik ist das „ich“ oder „Ego“. Es hilft uns in dieser begrenzten Welt zu leben und liefert die nötigen Mittel unser Leben zu gestalten. Trotzdem ist das Ich nicht von Anfang vorhanden und bleibt auch nicht erhalten. Es verschwindet wieder, wenn das durch das Gehirn repräsentierte „Kurzzeitgedächtnis“ im Urwissen untergeht, assimiliert wird.

Insofern stammt es nicht von Gott, wie du sagst, aber es ist Gott und auch im System so angelegt. Die meisten Menschen sehen das Ego als einen Gegenspieler zu etwas. Doch es ist nur ein Objekt, ein Gegen-Stand , ein Standpunkt der Betrachtung, mit der Gott sich selbst in FORM des Menschen erfährt. So wie wir den einen oder anderen Standpunkt der Betrachtung einnehmen, wenn wir ein Kunstwerk betrachten. Natürlich ist „Gott“ in dem Sinne nicht menschlich, aber zur Verdeutlichung verhält er sich wie ein Bildhauer zu seinem Werk. Er liebt es und er FORMT es. Das Ego folgt dieser Formung.

Gottes Natur ist nicht „Liebe“. Es ist in unseren Augen „gar nichts“, denn es ist höherdimensional und entzieht sich unserem Denken, so dass wir gar keinen Gedanken haben können, der „seiner“ Natur nahe kommt. Alles was wir an Gedanken haben – restlos alles – gehört in die Maya, die Illusion. Deshalb ist der „Sohn Gottes“ ewig schuldlos und geliebt, egal was er innerhalb seiner „Weltpsychose“ auch anstellen mag. Aus der Sicht „Gottes“ natürlich, der ein höherdimensionales System darstellt.
Innerhalb des 4-dimensionalen Systems der menschlichen Welt, kann der „Sohn Gottes“ sehr wohl Mist bauen und schlimme Dinge tun. Die aber führen dazu, dass er selbst in schlimme Dinge verwickelt wird, bis hin zu Siechtum und vorzeitigem Tod. Die einzige Verbindung, die der Mensch Zeit seines Lebens mit den höheren Dimensionen hat, erfolgt durch sein Herz, durch sein Gewissen, dass vom Verstand unabhängig das Samenkorn für den höheren Seinszustand ist, der auf den Menschen wartet. Ich nenne diesen den „Engel“, der er schon immer ist.

Alles ist Gott, also auch der "Menschanismus", der zwingend ein Ego braucht um die bio-physikalische Wirklichkeit zu erleben. Je mehr dieser Menschanismus sich von den historischen Begrenzungen befreit, desto weniger Gedanken belasten ihn und desto mehr Automatismen werden erlebbar. Einer dieser Automatismen ist die „Schöpferkraft“

2. Die Wirkung der Schöpferkraft in der Illusion

Grundsätzlich gibt es keine Schöpferkraft. Sie ist eine Erfindung der Menschen, um das Wirken kosmischer Prinzipien zu beschreiben, für die bis heute keine vernünftigen Erklärungen existieren. Die Schöpferkraft IST das Wirken Gottes. "Gottes" Existenz verursacht ALLES, wenn es bewegt wird. (Das Bewegen des transzendenten goldenen Bewusstseins) Bewegt wird es durch seine Aspekte. Diese Aspekte sind
a) alle Wesen und daher
b) alle Gedanken und
c) jegliche Bewegung an sich.
Wenn wir SIND, bewegen wir uns (Herzschlag, Atem, molekulare und atomare Bewegungen). Ohne Bewegung: Stillstand, Tod, Auflösung (in 4-D). Diese Bewegung bringt das kosmische Prinzip „Gott“ dazu in Resonanz mit ihr zu gehen. Und dadurch entsteht die Realität, die jeder von uns für wahr nimmt. Es gibt also kein „Aussen“ , keine Welt, in der etwas geschöpft werden könnte. Das ist nur eine grobe Vereinfachung, damit es für Menschen verdaulicher wird. Alles findet in dem Kontinuum „Gott“ statt, dass wir mit unseren rationalen Kräften nicht zerlegen können – sonst wäre es kein Kontinuum.

Unsere Bewegung durch Handeln, Denken, Beten, Meditieren, aber auch durch Hassen, Lieben, Morden und Betrügen veranlassen die Resonanzen, die sich dann in unserem Leben zeigen. Es ist ganz einfach. Wenn der Sohn Gottes sich nun voller Angst von seinen Schöpfungen abwendet (den durch ihn selbst verursachten Dingen) dann erfindet er die Ausrede, dass es jemanden geben muss, der all das Unheil über ihn bringt. Er sieht nicht, dass die Verantwortung bei ihm selbst liegt und er bekommt ANGST. Die Angst ist der Riegel, der die Türe zur Erkenntnis dann vollends verschließt. Jetzt ist nichts mehr da als Angst und das Kurzzeitgedächtnis mit seinem Ego. Das ist alles was er noch hat, um sein Leben zu meistern.

Er verfällt dem Glauben alles analysieren zu müssen, um am Leben zu bleiben und auf diesem Weg findet er den Weg zur Liebe. Denn seine ganzen Analysen zeigen ihm früher oder später, dass es eine Kraft geben MUSS, die all die wahnsinnig komplexen und von einander abhängigen Vorgänge synchronisiert und koordiniert. Er findet so den Zufall, das Glück und später die Synchronizität. Von da aus ist es nicht mehr weit aus dem Glauben an einen „liebenden Gott“, der alles koordiniert und erschaffen hat, den guten „Vater im Himmel“, eine Einsicht zu entwickeln, dass der „heilige Geist“ die verdeckte eigene Natur ist.
Die Natur, die der biblische Gott als sein Ebenbild in die Welt brachte und die ein Christus versuchte zu dramatisieren.
Diese Erkenntnis ist so gewaltig schwer, dass sie keiner freiwillig macht. Oder vielleicht reicht auch die Erkenntnisfähigkeit der Menschen nur vereinzelt über diese Grenze hinaus. Diese Erkenntnis beinhaltet die Verantwortung zu übernehmen für alles, was einem im vermeintlichen Außen begegnet. Es nicht abtun zu können mit: Der Andere hat das gesagt, der ist Schuld. Der Zeige-Finger krümmt sich immer zurück und verweist auf das eigene Herz. Das ist, kurz dargestellt, die Lektion, die die Menschheit im Moment meistert.

3. Das Bodhisattva Gelübde

Mit dem Meistern dieser letzten Lektion ist zwingend verbunden, dass es bisher noch nie einen erleuchteten Menschen gegeben hat. Das Gelübde besagt nämlich, dass man auf die Rückkehr in die transzendenten Dimensionen verzichtet, solange es noch Leid auf der Welt gibt. Im Zusammenhang mit dem zuvor gesagten bedeutet das, dass die Erkenntnis, dass es keine äußere Welt gibt, die unabhängig vom erlebten Bewusstseinszustand existiert, dazu führt, alle Wahrnehmungen als den Ausdruck des eignen Seins zu akzeptieren. Und damit ist das Gelübde ein Versprechen, solange in der „Schulung“ zu bleiben, bis man selbst das Gefühl hat, dass es jetzt vollbracht ist. In dem Fall erfährt man selbst kein Leid mehr und erlebt es auch nicht bei anderen. Nirgendwo. Der Gedanke an Leid ist dann vollkommen aus dem Vorstellungsvermögen getilgt.
Unter diesem Aspekt finde ich das Gelübde als sehr sinnvoll und ausserdem gibt niemanden in diesem Uni-vier-sum, der es nicht abgelegt hätte. Niemanden. Es ist ein Verhaltenskodex für Wesen die kurz vor der Erleuchtung stehen, für den alltäglichen Umgang miteinadner!

4. Erleuchtung

Nichts ist mit mehr Unfug beladen als der Begriff der Erleuchtung. In einer von Leid, Mord und Totschlag geplagten Realität ist sie eher ein Witz. Ein Witz, den das Ego-Spiel der unwissenden Söhne Gottes hervorbringt, damit sie sich gut fühlen. Es spielt keine Rolle ob sie Bagawhan, Osho, oder sonst wie heißen. Erleuchtet sind sie alle nicht. Doch sie haben aufgrund ihres Entwicklungsstandes sehr viel INNERHALB der Illusion verändert. Sie haben eine Illusion gegen eine weiter entwickelte ausgetauscht. Das aber ist keine erleuchtete Tat, sondern einfache kluge Logik um Symptome zu lindern, nicht um die Ursachen klar zu machen. Währe nur ein einziger Erleuchteter auf diesem Planeten, würde schlagartig alles Leid verschwinden – zumindest würde alles verschwinden, was nicht mit seinen Resonanzen zusammen passt. Da aber die persönliche Realität eine Erleben ist, dass im „eigenen“ Körper und Geist erfolgt, kann es sein, dass Erleuchtung auch bedeutet, dass seine Wirkung nur darin erfahren wird. Das wirkliche Erleuchtung gleich dem Aufstieg in eine andere Dimension ist und damit dem physischen Tod gleich zu setzen. Kein Ego wird sich darauf einlassen und sei es noch so bereit all die spirituellen Märchen zu glauben, die es in dieser Illusion gibt.

Es wäre so, als ob wir beide an einer Kante eines Abgrunds stehen würden und ich dich auffordern würde: gehe einfach geradeaus weiter, bis du an der anderen Seite des Abgrunds abgekommen bist. Deine Angst (und meine) wäre so groß, dass du keinesfalls den Fuß auf die Leere des Abgrunds setzen KÖNNTEST, auch wenn du mir noch so vertrauen würdest.
Erst wenn du durch viele andere leichtere Erfahrungen gelernt hättest, dass dich die Leere trägt, dann würdest du es VIELLEICHT wagen – auch ohne meine Aufforderung.

Diese kleinen Erfahrungen folgen in für jedes Individuum in einer logischen Folge, sodass jedes Wesen zum richtigen Zeitpunkt die Impulse erhält, dies oder jenes zu tun oder zu lassen. Das „tranzendente goldene Bewusstsein“ steuert seine eigene Entwicklung mit absoluter Präzision, denn in den höher dimensionalen Räumen ist alles bereits bekannt. Es existiert keine Zeit des Werdens ausserhalb der menschlichen Erfahrungswelt. Die Illusion ein Mensch zu sein, ist die Lektion dafür und es wäre eine schlechte Lektion, wenn sie leicht auszuhebeln wäre.

Der einzige Weg zu einer Art Erleuchtung zu kommen, die die Natur der illusionären Realität entlarvt, ist für einige Augenblicke alles loszulassen. Den Schritt in die Leere zu wagen, sich dem vermeintlichen Tod zu stellen und die damit verbundene Angst zu überwinden. Darin sind sich alle spirituellen Wege einig: Gedankenstille herstellen. Dann hebt sich der Schleier der Unwissenheit für immer, aber ob dann das Licht angeht ist immer noch eine Frage des Ausprobierens. Aber vielleicht stellt man bei fehlender Unwissenheit auch nur fest, dass das Licht schon immer an ist. Na gut.

Lieber Mars, das muss jetzt mal genügen. Ich freue mich auf deine Antwort.

alles liebe
Joan

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Mars Offline

Danke für den Beitrag

Beiträge: 4

04.08.2008 10:29
#10 RE: Ein Gespräch mit Mars antworten

Hi Joan!


Ich hab das gefühl, wir kommen uns näher...


In Antwort auf:
Die Erfahrungen, die in diesem Kurzzeitgedächtnis enthalten sind, bilden nach immens kurzer Zeit (ca 2-3 Jahre) eine Eigendynamik heraus, die auf dem Urwissen schwimmt, wie ein Fettauge auf der Suppe. Diese Eigendynamik ist das „ich“ oder „Ego“.


Dieses "ich", und ich trennne jetzt diesen begriff vom begriff des ego, hat zwei unterschiedliche mögliche daseinsformen.
1. Ego
2. Das göttliche selbst

Das ego glaubt sich von gott, vom sein getrennt, das göttliche selbst lebt und handelt aus dieser einheit heraus. Es ist ein wesentlicher qualitativer unterschied, und es ist von großer bedeutung diesen unterschied (an) zu erkennen.
Ich kenne einige leute, die dieselbe oder eine ähnliche erfahrung gemacht haben wie du, zumindest hört es sich für mich gleich an. Aus dieser erfahrung bezogen sie auf jeden fall die erkenntnis, daß alles gott ist. Mit einem dieser leute führte ich, über einen längeren zeitraum hinweg, eine ähnliche diskussion, wie ich sie jetzt mit dir führe.
Ich schreibe das deshalb, weil ich aus erfahrung weiß, daß ein mensch eine solches erlebnis haben kann, dabei erkennt, daß auch das "ich" (und damit auch der eine aspekt des "ich", also das ego) gott ist, dabei aber diese wesentliche unterscheidung der "qualitätszustände" übersieht. Ja es scheint sogar, als ob eine solche erfahrung einen sogar darin verleiten würde, diesen irrtum zu begehen.

In Antwort auf:
Insofern stammt es nicht von Gott, wie du sagst, aber es ist Gott und auch im System so angelegt.


Ja, es ist gott, und auch im system so angelegt (wenn es ginge, würde ich diesen satz unterstreichen). Und nein, es ist nicht gott, weil es nicht aus einer einheit mit gott heraus denkt, spricht und handelt. Paradox, nicht wahr?
"Ein Kurs in Wundern" (sinngemäß): Gott erschuf sein "söhne", und die "söhne" erschufen das ego. Und sie erschufen es ohne liebe. Gott ist liebe, und somit ist das ego nicht mit gott vereint, und damit auch kein bestandteil gottes.
(Ich zitiere den kurs nicht, weil es für mich eine unumstößliche quelle der erkenntnis darstellt, sondern weil ich finde, daß der kurs dieses paradoxon auf die verständlichste und schönste art und weise beschreibt, die mir bis jetzt untergekommen ist.)
Man kann dieses paradoxon dadurch "erleichtern", indem man die tatsache, daß das ego eine illusion ist, in sein denken mit einbezieht. Der kurs sagt: "Das ego ist nicht wirklich" (und somit nicht gott).

Ich denke, die bloße existenz von paradoxa, lehrt uns, daß wir mit unserem denken zwangsläufig auf grenzen stoßen, wenn wir, so wie wir es hier tun, versuchen die "wirklichkeit" zu beschreiben. Wir werden da auf keinen grünen zweig kommen.
Irgendwie scheint es jedoch (für mich zumindest) wesentlich und richtig zu sein, innerhalb solcher paradoxa zu leben bzw. zu denken. Ich habe das in einem meiner beiträge weiter oben, im sinne der zwei ebenen, bereits erwähnt. Es ist notwendig, um (von gott getrennte) illusionen zu erkennen, und ihnen in weiterer folge zu entrinnen. Was ich damit sagen will ist, daß es uns nützt, im alltäglichen leben das ego als ungöttlich zu beschreiben, mit der konsequenz, daß wir uns darum bemühen können, dieses ego aufzulösen oder auch loszulassen, um gott, also dem göttlichen selbst, "näher zu kommen".... auch wenn alles gott ist, ja, es gar nicht anders sein kann, als das gott alles ist.


In Antwort auf:
Die meisten Menschen sehen das Ego als einen Gegenspieler zu etwas.


Es ist der gegenspieler zum göttlichen selbst, zu einem leben und handeln im jetzt (da das ego in der zeit lebt, und ohne diese nicht überleben kann), zur liebe, zum frieden, zur einsgesinntheit.


In Antwort auf:
Doch es ist nur ein Objekt, ein Gegen-Stand , ein Standpunkt der Betrachtung, mit der Gott sich selbst in FORM des Menschen erfährt.


Auch das ist richtig.


In Antwort auf:
Gottes Natur ist nicht „Liebe“. Es ist in unseren Augen „gar nichts“, denn es ist höherdimensional und entzieht sich unserem Denken, so dass wir gar keinen Gedanken haben können, der „seiner“ Natur nahe kommt. Alles was wir an Gedanken haben – restlos alles – gehört in die Maya, die Illusion.


Gottes natur ist die einheit. Wenn der mensch diese einheit erfährt, drückt sich das in form von liebe aus. Vielleicht kann man das so in worte fassen.
Und ja, mir ist auch klar, daß ein gedanke gott nicht umschreiben kann. Allerdings möchte ich auf begriffe, wie z.b. "der liebe gott", nicht verzichten, da man mit solchen formulierungen etwas transportiert, das sich zwischen den zeilen (oder buchstaben) befindet, und irgendwo auch einer wahrheit entspricht und sinn macht.


In Antwort auf:
Die einzige Verbindung, die der Mensch Zeit seines Lebens mit den höheren Dimensionen hat, erfolgt durch sein Herz, durch sein Gewissen, dass vom Verstand unabhängig das Samenkorn für den höheren Seinszustand ist, der auf den Menschen wartet. Ich nenne diesen den „Engel“, der er schon immer ist.


Menschen, die ausschließlich aus dieser verbindung heraus denken, sprechen und handeln, bezeichne ich als erleuchtet. Diese verbindung ist das göttliche selbst.
Sie entsteht durch das gewahrsein des jetzt, in dem man, in unterschiedlicher intensität, bewußtsein (gott) "spürt".
Ein erleuchteter hat die identifikation mit der "persönlichen geschichte", die in unserem verstand gespeichert ist, aufgelöst. Daher auch kein zwanghaftes denken mehr, da zwanghaftes denken nur dann passiert, wenn wir ein ich-gefühl daraus beziehen.
Das sein, welches selbstverständlich mit stille verbunden ist, ist der natürliche zustand des erleuchteten. Er identifiziert sich mit diesem sein, mit diesem "spüren des bewußtseins", mit gott, und er handelt auch daraus. Das ist sein "ich". Sein handeln ist nicht mehr an vergangene erfahrungen und konditionierungen gebunden, an einer idee wie "man ist" oder einer rolle die man spielt. Es ist alles spontan.
Aus seiner verbindung zum jetzt (gott) und der auflösung des illusionären und illusionen erzeugenden ego (eigenständiger teil des verstandes, der glaubt vom ganzen getrennt zu sein. Und hierbei ist es wichtig zu erwähnen, daß die einmalige erkenntnis nicht vom ganzen getrennt zu sein, nicht genügt. Es geht hier um das gewahrsein, in jeder sekunde des lebens, daß man nicht getrennt ist) entsteht immerwährender frieden, und aus diesem frieden heraus, immer wieder ein gefühl der liebe.

Und: Je näher man diesem zustand kommt (bzw. natürlich auch wenn man einen moment tiefer stille erfährt), wird man zwangsläufig diese erfahrung machen von der du schreibst. Man wird die einsicht machen, daß "die trennung nie stattgefunden hat" (kurs). So gesehen weiß ich jetzt auch, daß eine solche erfahrung "notwendig" ist, und eine rein intellektuelle erkenntnis, daß "gott alles ist", einer solchen erfahrung natürlich nicht gleichkommt.
Ausgangspunkt der diskussion über die aussage "alles ist gott", war mein persönlicher background oder umgang mit dieser erkenntnis, auf die du eingegangen bist, und die allerdings auch ihren wert hat.

Ich weiß nicht, in welchem sinne du hier das verb "warten" anwendest. Ich möchte betonen, daß es solche menschen in der vergangenheit vereinzelt gegeben hat, es heutzutage bereits viele davon gibt, und es in (naher) zukunft noch viel mehr davon geben wird.


In Antwort auf:
2. Die Wirkung der Schöpferkraft in der Illusion


Ich bin mir darüber vollkommen im klaren, daß jeder gedanke, jeder glaubenssatz, schöpferkraft entspricht.


In Antwort auf:
Die Schöpferkraft IST das Wirken Gottes.


Auch hier erscheint es mir wichtig zu betonen, daß egoschöpfungen nicht dem wirken gottes entsprechen. (Innerhalb der illusion 1. grades). In der illusion 2. grades, wäre dieser satz richtig.


In Antwort auf:
Es gibt also kein „Aussen“ , keine Welt, in der etwas geschöpft werden könnte. Das ist nur eine grobe Vereinfachung, damit es für Menschen verdaulicher wird. Alles findet in dem Kontinuum „Gott“ statt, dass wir mit unseren rationalen Kräften nicht zerlegen können – sonst wäre es kein Kontinuum.


Ja. Klar.


In Antwort auf:
Wenn der Sohn Gottes sich nun voller Angst von seinen Schöpfungen abwendet (den durch ihn selbst verursachten Dingen) dann erfindet er die Ausrede, dass es jemanden geben muss, der all das Unheil über ihn bringt. Er sieht nicht, dass die Verantwortung bei ihm selbst liegt und er bekommt ANGST.


Ich weiß jetzt nicht, ob du das auf mich beziehst, und deshalb teile ich dir mit, daß ich mir meiner verantwortung vollkommmen bewußt bin.


Angesichts deiner aussage im zweiten absatz...

In Antwort auf:
Ich gebe dir meine Meinung als eine mögliche Alternative, die zu durchdenken deine eigene Entscheidung sein muss.


... möchte ich auch diese textstelle...

In Antwort auf:
Er verfällt dem Glauben alles analysieren zu müssen, um am Leben zu bleiben und auf diesem Weg findet er den Weg zur Liebe. Denn seine ganzen Analysen zeigen ihm früher oder später, dass es eine Kraft geben MUSS, die all die wahnsinnig komplexen und von einander abhängigen Vorgänge synchronisiert und koordiniert. Er findet so den Zufall, das Glück und später die Synchronizität. Von da aus ist es nicht mehr weit aus dem Glauben an einen „liebenden Gott“, der alles koordiniert und erschaffen hat, den guten „Vater im Himmel“, eine Einsicht zu entwickeln, dass der „heilige Geist“ die verdeckte eigene Natur ist.
Die Natur, die der biblische Gott als sein Ebenbild in die Welt brachte und die ein Christus versuchte zu dramatisieren.
Diese Erkenntnis ist so gewaltig schwer, dass sie keiner freiwillig macht. Oder vielleicht reicht auch die Erkenntnisfähigkeit der Menschen nur vereinzelt über diese Grenze hinaus. Diese Erkenntnis beinhaltet die Verantwortung zu übernehmen für alles, was einem im vermeintlichen Außen begegnet. Es nicht abtun zu können mit: Der Andere hat das gesagt, der ist Schuld. Der Zeige-Finger krümmt sich immer zurück und verweist auf das eigene Herz. Das ist, kurz dargestellt, die Lektion, die die Menschheit im Moment meistert.


... so kommentieren, daß mir das schon seit jahren völlig klar ist.

Auch hier weiß ich nicht, bzw. würde mich das ein wenig verwundern, wenn du das auf mich beziehen würdest.
Es erscheint mir wichtig, in einer diskussion dem anderen zu erkennen zu geben, wo man ungefähr steht, und deshalb äußere ich mich dazu.


In Antwort auf:
3. Das Bodhisattva Gelübde


In Antwort auf:
Mit dem Meistern dieser letzten Lektion ist zwingend verbunden, dass es bisher noch nie einen erleuchteten Menschen gegeben hat.


Da muß es sich um ein bedeutendes miß-verständnis handeln.


In Antwort auf:
Das Gelübde besagt nämlich, dass man auf die Rückkehr in die transzendenten Dimensionen verzichtet, solange es noch Leid auf der Welt gibt.


1. Erleuchtung ist nicht gleich rückkehr in die transzendenten dimensionen.
2. Ein gelübde ist nur ein gelübde, und hat für mich keinen wahrheitsgehalt.

Religion kann einem die tür zu spiritualität öffnen, aber sie kann die tür auch fest verschließen. Und diese aussage hat einen, für mich, zutiefst religiösen charakter.

Aus wikipedia:

In Antwort auf:
Die 48 Gelübde des Amitābha bilden die Grundlage des Amitabha-Buddhismus. Gemäß der Überlieferung verließ ein König nach Hören der Lehre des Buddha seinen Thron. Unter dem Namen Dharmakara wurde er Mönch. Er legte 48 Gelübde ab und wurde zum Buddha Amitābha. Im Vertrauen auf seine Gelübde gelangen alle, die das Nirvana aus eigener Kraft nicht erreichen können, ins Reine Land des Buddha Amitābha. Es genügt, seinen Namen vertrauensvoll zu rufen (Nembutsu).


Er legte die gelübde ab, bevor er zum buddha (erleuchteter) wurde. Und ich vermute, daß diese schriften von nicht erleuchteten propagiert und verbreitet wurden. Das problem ist jenes, daß solche leute (vor allem damals) kein tiefes spirituelles verständnis hatten, und nicht wußten was sie tun. Das kann man in allen religionen beobachten, auch im buddhismus. Wobei da wohl der zen-buddhismus noch am meisten davon verschont wurde.

Die einhaltung dutzender regeln um erleuchtung zu erlangen ist völlig absurd. Die wahrheit ist einfach und lautet: "Sei gegenwärtig." (Und so verstehe ich zen).


In Antwort auf:
Und damit ist das Gelübde ein Versprechen, solange in der „Schulung“ zu bleiben, bis man selbst das Gefühl hat, dass es jetzt vollbracht ist. In dem Fall erfährt man selbst kein Leid mehr und erlebt es auch nicht bei anderen. Nirgendwo.


Man erfährt kein leid mehr, sobald man anhaltend gegenwärtig ist, und dem jetzt, so wie es ist, keinen widerstand mehr leistet. Widerstand = Ego. Der glaube des ego, daß gott fehlerschaffen kann. Irrsinnig!

Nicht umsonst ist immer wieder von mitgefühl, und nicht mitleid, die rede. Ein ganz wesentlicher unterschied!!
Ist man erleuchtet kann man kein leid mehr empfinden, aber sehr wohl ein bewußtsein dafür aufrechterhalten, daß andere leiden, man fühlt mit ihnen mit - aber das führt nicht zu leid, so wie wir es verstehen. Es ist anders.


In Antwort auf:
Nichts ist mit mehr Unfug beladen als der Begriff der Erleuchtung. In einer von Leid, Mord und Totschlag geplagten Realität ist sie eher ein Witz. Ein Witz, den das Ego-Spiel der unwissenden Söhne Gottes hervorbringt, damit sie sich gut fühlen.


Das ist falsch und eine sichtweise des ego. Leid, mord und totschlag entsprechen einer illusion!!!
Wie soll ich das sagen...

Vielleicht hast du den film "American Beauty" gesehen. Am ende des films liegt der hauptdarsteller tot in der küche. Er liegt erschlagen am boden, der kopf in einer blutlache, und der junge mann (jener, der in dieser sehr bekannten, früheren szene im film die schönheit eines dahintreibenden plastiksäckchens, das vom wind in der luft gehalten wird, auf video festhält) der das sieht, steht voller ruhe da, betrachtet das bild das sich ihm bietet, und sagt: "Schön. Es ist schön."

Wenn es heißt, daß das leben nur eine art spiel ist, oder daß das ganze universum von einem kosmischen lachen durchdrungen ist, dann ist das nicht nur so dahingesagt! Der erleuchtete erkennt das zutiefst. Und das relativiert vieles, hält ihn jedoch nicht davon ab, zu erkennen, daß seine mitmenschen in einer illusion leben und leiden. Und es hält ihn nicht davon ab mitgefühl für sie zu empfinden, und sein ganzes bestreben wird danach ausgerichtet sein, seine mitmenschen aus dieser illusion zu befreien.
Kein widerstand - keine negativen gedanken - kein leid mehr das entsteht.


In Antwort auf:
Es spielt keine Rolle ob sie Bagawhan, Osho, oder sonst wie heißen. Erleuchtet sind sie alle nicht. Doch sie haben aufgrund ihres Entwicklungsstandes sehr viel INNERHALB der Illusion verändert. Sie haben eine Illusion gegen eine weiter entwickelte ausgetauscht. Das aber ist keine erleuchtete Tat, sondern einfache kluge Logik um Symptome zu lindern, nicht um die Ursachen klar zu machen.


Diese leute haben immer wieder, in höchstem maße, auf die ursachen hingewiesen.


In Antwort auf:
Währe nur ein einziger Erleuchteter auf diesem Planeten, würde schlagartig alles Leid verschwinden – zumindest würde alles verschwinden, was nicht mit seinen Resonanzen zusammen passt.


Wie du zu dieser schlußfolgerung kommst, weiß ich nicht. Sie kann nicht richtig sein.


In Antwort auf:
Das wirkliche Erleuchtung gleich dem Aufstieg in eine andere Dimension ist und damit dem physischen Tod gleich zu setzen. Kein Ego wird sich darauf einlassen und sei es noch so bereit all die spirituellen Märchen zu glauben, die es in dieser Illusion gibt.


Das hat wahrscheinlich nicht im eigentlichen sinne mit dem was du geschrieben hast zu tun, aber ist egal:

Der in der spiritualität oftmals angeführt sinnbildliche tod (stirb bevor du stirbst), ist der tod des ego. Und da wir uns so stark mit diesem ego identifizieren, kommt das auflösen des ego, der verzicht auf diese stimme die wir in unserem kopf herumtragen, der verzicht auf unsere eingebildete identität, einem tod gleich.
Ist dieser tod vollbracht, wird stille der natürliche zustand sein, und gedanken werden auftauchen wenn es so sein soll.
Die angst vor dem tatsächlichen physischen tod wird es nicht mehr geben.

(Ok. Ich hab jetzt grad die nächsten absätze gelesen, und du schreibst was ähnliches. Ich laß es mal stehen.)


In Antwort auf:
Der einzige Weg zu einer Art Erleuchtung zu kommen, die die Natur der illusionären Realität entlarvt, ist für einige Augenblicke alles loszulassen.


Ich würde das als seins- oder gotteserfahrung umschreiben.


In Antwort auf:
Darin sind sich alle spirituellen Wege einig: Gedankenstille herstellen.


Natürlich! Ich würde sonst das "in die stille gehen" nicht üben.


So, schon wieder so ein langer beitrag, aber anscheinend geht das nicht anders.
Hab zur zeit ferien, und die entsprechende muße. Macht spaß.


So long, Marc





joan Offline

Moderation


Beiträge: 574

05.08.2008 00:20
#11 RE: Ein Gespräch mit Mars antworten
Hi Marc!

Ich hab das gefühl, wir kommen uns näher...

Hallo Marc!
In Anbetracht der Länge deiner Antwort, steh ich vor einem Dilemma: Wenn ich versuche mich kurz zu fassen, wird deine Antwort immer länger. Daher werde ich jetzt einmal versuchen ein paar Grundsätze zu klären, sonst verschwenden wir unsere Energie, weil wir zwar ähnlicher Meinung sind, aber die Differenzen noch groß genug für eine endlose Diskussion über Details sind.
Ich habe nach wie vor 2 Punkte identifiziert, von denen ich glaube, dass wir weit voneinander entfernt liegen. Ich werde mich zunächst diesen beiden Punkten widmen.

Arbeitshypothese: Gott und Gottes Sohn / Ego, Ich und Sein

Was wir Menschen mit Gott bezeichnen ist etwas völlig abstraktes. Es ist weder Energie, noch Geist, noch Materie. Das, was diesem Begriff am nächsten Kommt ist: inaktive Information oder Leere. Sobald wir als biologisch inkarnierte Wesen damit in Kontakt kommen strömt diese Leere in das, was wir „unser Bewusstsein“ nennen und löst dort Veränderungen aus. Damit eine Resonanz mit „Leere“ überhaupt erfolgen kann, muss „unser Bewusstsein“ leer werden – also ohne Gedanken. Erst dann kann die inaktive Information „überspringen“ und in uns zu aktiver Information werden.

Das was ich jetzt als „ich“ und „unser“ bezeichne ist eine Verdichtung der „Leere“ innerhalb der Leere. Quasi ein Knäuel aus miteinander verwobenen Informationen, die sich dauernd und permanent gegenseitig in Bewegung halten. Diese „Temperatur“ nennen wir „ich“ und das ist das gleiche wie „Ego“. Es mag vielleicht aus didaktischen Gründen sinnvoll sein, hier eine Trennung zu machen, das sehe ich aber nicht wirklich ein, weil es zu weiterer Verwirrung beiträgt. Ich = Ego ist eine gute Formel. Dieses ICH ist in den Worten des Kurses „Gottes Sohn“ und damit ist das völlig richtig – mit allen Aussagen, die da noch gemacht werden. Es ist eine Verdichtung göttlicher „Substanz“ = Leere, die sich selbst als „ich“ bezeichnet. Sie erlebt sich als ein „denkendes Wesen“ an einen biologischen Körper gefesselt und von Entstehen und Vergehen bedroht. Das „Ich“ lebt sein Leben unter Myriaden von Objekten, darunter offensichtlich auch andere „Ichs“, die durch erfahrbare Menschen dargestellt werden.
Wie oben gesagt, ist eine Resonaz mit dem, was wir als „Gott“ bezeichnen, "ein Eingehen in die Leere“, nur dann möglich, wenn das „Ich“ und „sein“ Bewusstsein ebenfalls annähernd Gedankenstille erreicht. Das ist wie das Einstellen eines Empfängers auf die exakte Frequenz eines fernen Radiosenders. Ist dieser Abgleich 100% strömt sofort die inaktive Information in den Empfänger ein. Dieser Einströmvorgang erzeugt einen „Rückstoß“, der der Einströmung entgegenwirkt und meistens die Gedankenstille des Empfängers abrupt beendet. Channelmedien lernen durch Übung, diesen Rückstoß aufzufangen und die eigene Gedankenstille aufrecht zu erhalten. Je besser das gelingt, desto klarer spricht „Gott“ durch sie direkt. In diesem Moment spricht das „göttliche Selbst“ wie du es nennst. Ich nenne es einfach einen offenen Kanal, durch den abstraktes Wissen in konkretes Leben übersetzt wird.
Das war nur ein einfaches Beispiel. Der Vorgang ist wesentlich komplexer, denn es ist nicht nur ein Teil des „ich“ betroffen sondern seine gesamte Struktur, die sich durch den Kontakt mit dem Abstrakten ändert. Da aber Gedankenstille die Voraussetzung zu einem Kontakt ist, bedeutet das für das „Ich“ einen Tod. Defakto existiert es nicht mehr, wenn die Resonanz einsetzt. Und nur hier sehe ich einen didaktischen Vorteil darin, die damit verbundene Angst als das zu bezeichnen was, das Ich überwinden muss. In Wirklich keit nämlich kehrt es nach Hause zurück. Wird wieder zu der inaktiven Information. Kein Ich, keine Person, kein gar nix mehr.

Das Marc, ist eine konkrete menschliche Erfahrung und es DIE Erfahrung, die ein Mensch machen MUSS, damit er versteht, weiß, begreift, dass er eine multidimensionale Illusion ist. Wobei „Illusion“ hier nichts negatives bedeutet. Es ist also nicht so, dass nur die Welt, die er sich selbst erschafft SEINE Realität ist, nein, er selbst ist ein Resonanzknoten innerhalb der inaktiven Information, die wir „Gott“ nennen. Jetzt frag mich bitte nicht, wie es zu den Resonanzknoten kommt. Das ist meine Hypothese und die hat bisher allen Prüfungen standgehalten.
Die Gefahr besteht nun, dass die Konzentration auf die eigene Realität sich darin erschöpft, nur die illusionären Dinge der konkreten ausgeformten Information zu sehen. Also die Welt als das einzig Existierende anzunehmen und sein Leben damit zu verbringen, den weltlichen Dingen hinterher zu laufen, ohne die Mechanismen zu erkennen, nach denen diese Welt funktioniert. Diese „Ichs“ wenden sich quasi nach ausschließlich nach außen und suchen den Grund ihrer Existenz in der Illusion.
Wendet sich ein „Ich“ nach innen, findet es ziemlich schnell einen Zugang zur Gedankenleere und damit zur abstrakten inaktiven Information. Das ist was allgemein mit „Gotteserfahrung“ bezeichnet wird. Ich sage dazu: Einströmen des „transzendenten goldenen Bewusstseins“.
Die Folge davon ist eine Veränderung des Resonanzknotens. Die Frequenz des „Ich“ verschiebt sich ein wenig und übernimmt damit die Qualitäten der „eingeströmten“ Information. Bei genügender Intensität oder Wiederholung kann so ein Wesen entstehen, das außergewöhnliche Fähigkeiten hat, weil es früher oder später in der Lage ist, die kollektiv anerkannten Naturgesetze zu verändern. Dann wirkt es Wunder, aber es ist nach wie vor ein „Ich“, ein begrenzter Resonanzknoten konkret gewordener Information innerhalb eines unbekannten Kontinuums inaktiver Information.
Da wir Menschen nachgewiesener Maßen unsere Realität nur deshalb so wahrnehmen wie sie ist, weil wir alle eine bestimmte Mixtur chemischer Substanzen in unserem Gehirn haben, die letztlich dafür sorgen, dass wir uns in nur 4 Dimensionen wahrnehmen und eine leidlich stabile Welt erleben, erzeugt/ist das „Einströmen des transzendenten goldenen Bewusstseins“ eine Veränderung der molekularen Zusammensetzung der Gehirnflüssigkeit. Eine Veränderung dieser Mixtur hat aber zwangsweise eine veränderte Wahrnehmung dessen zur Folge, was wir als Realität erleben. (Sonst wären alle psychoaktiven Substanzen wirkungslos!) Nur hier löst die Resonanz mit der „Leere“ die Veränderung der chemischen Zusammensetzung aus und keine Droge.

Ein Mensch der solches erlebt, erlebt eine sich zunehmend verändernde Realität. Ist er gut in Religion, Kultur etc verankert, erlebt er es als einen positiven Weg seiner Religion oder seiner Philosophie. Es spielt dabei gar keine Rolle ob es x oder y Buddhismus, Zen oder katholischer, moslemischer, jüdischer usw. Glaube ist. Ein Mensch wird entsprechend seinem Glauben seine Realität erleben, denn die abstrakter Ebene „Gott“ macht überhaupt keinen Unterschied, ja ist sogar demgegenüber völlig gleichgültig. Das was wir als Liebe hineinleben, entsteht aufgrund der Natur des veränderten Resonanzknotens. Durch den Kontakt mit der Leere, kommt diese Qualität zum Vorschein. Jetzt kann man natürlich sagen, das Liebe ein Attribut „Gottes“ ist, aber das ist sinnlos, denn in der abstrakten inaktiven Information sind potentiell ALLE Attribute enthalten. Erst wenn sie durch ein Wesen konkretisiert werden, werden sie auch wahrnehmbar.
Aber wenn ein Wesen sie konkretisiert, verändert es sich und damit verändert es die von ihm selbst erlebte Realität – aber nur seine eigene. Es entfernt sich damit mehr oder weniger weit vom kollektiv akzeptierten Normal und wird dann entweder als „erleuchtet“ gefeiert oder als „Psychotiker“ gebranntmarkt. Die Zustände sind die gleichen. Einzig im positiven Verlauf dieses Prozesses, ist es dem Leben dienlich sich besser zu entfalten, während der pathologische Verlauf das Leben daran hindert sich weiter zu entfalten.
(Zu diesem Thema habe ich das ganze Buch „Tanz der Wirklichkeit“ geschrieben!)

Zu einigen deiner Aussagen möchte ich anmerken (nicht besserwissen!)

In Antwort auf:
Der kurs sagt: "Das ego ist nicht wirklich" (und somit nicht gott).


Das ist eine Unmöglichkeit! Entweder ist „Gott“ alles, oder die Aussage „Gott ist Alles“ ist falsch. Sorry.
Ich halte eine Diskussion um Wahrheit und Wirklichkeit in so fern für Zeitverschwendung, weil jeder Mensch in seiner eigenen Realität existiert und seine eigenen Resonazen in die abstrakte inaktive Information hat. Dh. Er IST genau so, wie er gemeint ist – auch wenn der Resonanzknoten damit selbst im Widerstreit liegt. Er wird das wissen, sobald er loslässt und Gedankenleere herstellen kann.

In Antwort auf:
Es ist der gegenspieler zum göttlichen selbst, zu einem leben und handeln im jetzt (da das ego in der zeit lebt, und ohne diese nicht überleben kann), zur liebe, zum frieden, zur einsgesinntheit.


Es gibt keinen Gegenspieler zum göttlichen Selbst. Es gibt nicht einmal ein göttliches Selbst. Ein Selbst kann nur ein ich postulieren, das gemerkt hat, dass es nicht alles unter Kontrolle hat. Das ist sagen wir mal die erste Instanz der abgegebenen Verantwortlichkeit. Die zweite Instanz ist dann der „liebe Gott“, der auch mal strafend und zornig herniederfährt.... arme Kids, denen so was erzählt wird.

In Antwort auf:
Gottes natur ist die einheit. Wenn der mensch diese einheit erfährt, drückt sich das in form von liebe aus. Vielleicht kann man das so in worte fassen.
Und ja, mir ist auch klar, daß ein gedanke gott nicht umschreiben kann. Allerdings möchte ich auf begriffe, wie z.b. "der liebe gott", nicht verzichten, da man mit solchen formulierungen etwas transportiert, das sich zwischen den zeilen (oder buchstaben) befindet, und irgendwo auch einer wahrheit entspricht und sinn macht.


Wie schon gesagt, dürfen wir „Gott“ keine Eigenschaften zudichten, denn es wären immer nur Bruchstücke und Projektionen des Resonanzknotens. So entwickelt wie der auch sein mag. Aber es reicht, wenn man sich darüber bewusst ist, dass man aus einem unendlichen und ewigen Realitäten-Reservoir heraus lebt.... und vielleicht, das einem dieses Realitätenreservoir nicht feindlich gesinnt ist.

In Antwort auf:
Menschen, die ausschließlich aus dieser verbindung heraus denken, sprechen und handeln, bezeichne ich als erleuchtet. Diese verbindung ist das göttliche selbst.
Sie entsteht durch das gewahrsein des jetzt.....



Nun in dieser Definition gebe ich dir recht, weil es ein Teil DEINER Realität ist. In meiner Realität wird die erste Erleuchtung – also das Einströmen des vollständigen Potentials – meine Realität so extrem verändern, dass es mit der jetzt erlebten Realität kaum noch Berührungspunkte gibt. Und da es sich dabei um die „Erleuchtung“ Gottes handelt, wird alles erleuchtet – schlagartig, denn Gott ist ALLES und in diesem Zusammenhang ist es – inkonsequenterweise – eine sinnvolle Aussage.

Vielleicht ist bis jetzt auch so nebenbei klar geworden, warum kein „Ich“ jemals erleuchtet werden kann, ohne das das Ganze erleuchtet wird. (Lassen wir es bitte bei dem Begriff.) Und warum das Bodhisattva Gelübde weder etwas mit einer Religion noch mit einem Gelübde zu tun hat, sondern eine „Höherer Logik“ zum Ausdruck bringt.

In Antwort auf:
Ich weiß nicht, in welchem sinne du hier das verb "warten" anwendest.


Bingo, da hast du mich erwischt. Es ist natürlich vollkommener Blödsinn auf irgend eine Entwicklung zu warten, denn es ist ja Jetzt alles bereits passiert. Nur leider müssen wir endlich von den Üb-Erzeugungen und Todesängsten loslassen, damit wir zur Gedankenleere zurückkehren können und dann die Resonanz eintritt, denn wenn ein Resonanzknoten von sich behauptet „erleuchtet“ zu sein und dabei von anderen umgeben ist, von denen er behauptet, die seien es nicht, dann ist das wieder ein Paradox: Denn entweder ist der Erleuchtete, dann nicht erleuchtet, oder die anderen geben an ihn ihre Verantwortung für ihren eigenen Zustand dauerhaft ab.
Ja, da hast du wohl recht, dass es von der Sorte immer mehr geben wird – leider!


! Achtung ! Wir reden hier über Erleuchtung und damit ist ein persönlicher Bezug unmöglich!
Du hast recht: Das Einströmen der transzendenten Informationen ist nicht zwangsläufig eine Rückkehr in die Transzendenz, aber eine Tranzendierung der momentan erlebten Realität kann auch eine Auflösung von religiösen Inhalten und gar einem Verschwinden jegleicher Spiritualität gleichkommen. (Ich erinnere hier mal leicht an Aguila)

In Antwort auf:
Nicht umsonst ist immer wieder von mitgefühl, und nicht mitleid, die rede. Ein ganz wesentlicher unterschied!!
Ist man erleuchtet kann man kein leid mehr empfinden, aber sehr wohl ein bewußtsein dafür aufrechterhalten, daß andere leiden, man fühlt mit ihnen mit - aber das führt nicht zu leid, so wie wir es verstehen. Es ist anders.


Nein Marc. Wenn Erleuchtung eintriitt, ist man nur noch zeitweise ein Gast in der Realität jener, die leiden. Man selbst erlebt eine völlig andere Realität, voller Glückseligkeit. Aber man kann wechseln und für eine Weile zurückgehen, um das Leid lindern zu helfen. Doch dieses Wechseln "um zu helfen" ist das Wegputzen der restlichen Staubfusseln auf der eigenen weißen Weste. Ist diese Putzarbeit beendet, kehrt niemand auf diese Realitätsebene zurück. Es sei denn er findet in anderen Realitäten Bedingungen vor, die ihm eine weitere Entwicklung versperren. Sei es, weil er auf der irdische Ebene mal Mist gebaut hat oder einfach irgendwas vergessen zu entwickeln, was nur hier geht. Dann kommt er wieder und spielt für eine Weile Guru.
Da bleib ich dabei: Nichts ist mit mehr Unfug beladen als der Begriff der Erleuchtung.

Das „Ich“ hat überhaupt keine Vorstellung von dem, was im Zustand der „Erleuchtung“ passiert. Hätte es das, würde es den Zustand meiden wie der Teufel das Weihwasser, denn es ist sein Tod.
Ja genau das Leben ist ein kosmischer Witz und wer zuletzt lacht ist Gott, falls der beschließt einen Menschen zu konkretisieren, der das dann ausführt. Nur, warum sollte er das tun. In seiner Realitätsebene ist doch alles so wie immer: inaktive Information in Ewigkeit.

Gedankenstille herstellen.
Wenigstens gibt es einen Punkt, den wir beide uneingeschränkt teilen, auch wenn wir jetzt wieder genau das Gegenteil getan haben! Es liegt in der Natur der Sache, dass die Menge der Wörter drastisch zunimmt, je tiefer man in die philosophischen Gefilde eindringt. Deshalb liebe ich ja auch Zen. Der ist so schön einfach und ganz ohne Worte.

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Mars Offline

Danke für den Beitrag

Beiträge: 4

06.08.2008 12:56
#12 RE: Ein Gespräch mit Mars antworten
Hi Joan!


In Antwort auf:
Es mag vielleicht aus didaktischen Gründen sinnvoll sein, hier eine Trennung zu machen, das sehe ich aber nicht wirklich ein, weil es zu weiterer Verwirrung beiträgt. Ich = Ego ist eine gute Formel.


Der begriff "ego" ist ein wort, das etwas ganz konkretes aussagt, und über die herkömmliche verwendung des wortes "ich" hinausgeht. Außerdem findet dieser begriff in den allermeisten büchern über spirituelle philosophie verwendung, und wird auch von den meisten menschen, die sich für spirituelle philosophie interessieren (zumindest jene, die ich kennengelernt habe) gebraucht.
Insofern würde ich es, ganz im gegenteil, als verwirrend empfinden, wenn man diesen begriff plötzlich weglassen würde.
Eine völlig gegenteilige verwendung findet man bei den theosophen (,die sich teilweise an der indischen philosophie anlehnen). Dort bezeichnet man mit dem ausdruck ego die dreiheit atman (reiner geist), buddhi (intuition) und kama manas (höherer verstand), im gegensatz zur vierheit manas (niederer verstand), astral, prana und physischer körper.
In den werken castanedas, findet das ego, soviel ich weiß, in der umschreibung schatten seine entsprechung (bin mir dabei aber nicht sicher).

Da ich den starken eindruck habe, daß unsere unterschiedliche verwendung von begriffen sehr problematisch ist, werde ich versuchen vorübergehend in deine begriffswelt einzutauchen, und auch ein paar neue ausdrücke hinzufügen.

Zuvor möchte ich jedoch etwas in den raum stellen, das mir einfiel als ich über deinen artikel nachdachte:
Als wir damals das seminar beim erhard machten, redete er über die natur gottes und meinte dabei (und ich hoffe, daß ich mich richtig erinnere), daß ein teil gottes sich manifestierte und in die vielheit ging, ein anderer teil jedoch in der einheit blieb. Vielleicht dazu später noch mehr.

Jetzt zur nomenklatur . Links Joan, rechts Marc.

Erleuchtung - Gotteserfahrung
Ich - Höheres selbst oder großes ich - Erleuchtung
Ich - Niederes selbst oder kleines ich

N.B.: Von erleuchtung ist dann die rede, wenn des "große ich" dauerhaft in erscheinung tritt.

Ich werde in folge die umschreibung "großes ich" deiner begriffswelt hinzufügen und dir sozusagen "unterstellen" . Tut mir leid, es geht nicht anders.
Ich möchte noch einmal betonen, daß ich unter dem zustand der erleuchtung keine transzendente erfahrung verstehe. Dieser zustand kann sich, aus meiner sicht, im zuge einer transzendenten erfahrung einstellen, muß aber nicht sein (diesbezüglich kenne ich einige "versuchssubjekte", von denen ich lernen konnte). Andererseits, wird mit diesem zustand, so meine ich, zwangsläufig früher oder später eine transzendente erfahrung einhergehen.

Das große ich.... hier geht es also um eine bewußtseinsqualität in dieser welt. Im grunde habe ich diese qualität bereits in meinem letzten beitrag beschrieben.


In Antwort auf:
Was wir Menschen mit Gott bezeichnen ist etwas völlig abstraktes. Es ist weder Energie, noch Geist, noch Materie. Das, was diesem Begriff am nächsten Kommt ist: inaktive Information oder Leere.


Ja, du weißt daß es so ist - ich glaube daß es sich so verhält.



In Antwort auf:
Dieses ICH ist in den Worten des Kurses „Gottes Sohn“ und damit ist das völlig richtig – mit allen Aussagen, die da noch gemacht werden.


?! Im kurs ist immer wieder ganz deutlich vom ego die rede, das geht in einer tour dahin. Das ego wird dort als "der gespaltenene, von gott getrennte geist" beschrieben (das kleine ich).
Eine kapitelüberschrift lautet: "Die Illusionen des Ego"! (Und damit ist mit sicherheit nicht das "ich" gemeint, so wie du es verwendest.)
Es ist von denksystemen die rede. Jenes des ego (kleines ich), und jenes des heiligen (heilen) geistes (großes ich). Und denksysteme finden nun mal in unserer "realen" welt statt, und haben nichts mit transzendenten erfahrungen zu tun, wobei ich allerdings davon ausgehe, daß der kurs sehr wohl auf eine solche erfahrung hinauswill.



In Antwort auf:
Wie oben gesagt, ist eine Resonaz mit dem, was wir als „Gott“ bezeichnen, "ein Eingehen in die Leere“, nur dann möglich, wenn das „Ich“ und „sein“ Bewusstsein ebenfalls annähernd Gedankenstille erreicht. Das ist wie das Einstellen eines Empfängers auf die exakte Frequenz eines fernen Radiosenders. Ist dieser Abgleich 100% strömt sofort die inaktive Information in den Empfänger ein.


Ich möchte das etwas konkretisieren und hinzufügen, daß kurze momente der stille, die nicht unbedingt 100%ig sein müssen, bereits zu einem solchen einströmen führen. Wir bezeichnen das allgemeinhin als intuition.
Dauert diese "relative" stille länger an, wird also das kleine ich immer wieder ignoriert, beginnt man nach einer weile die welt durch das große ich zu betrachten. Man erkennt, daß alles gut ist, und man ist in frieden. Leid ist vergangenheit.


In Antwort auf:
Da aber Gedankenstille die Voraussetzung zu einem Kontakt ist, bedeutet das für das „Ich“ einen Tod.


Um das göttliche, das in der vielheit weilt, zu erfahren, genügt es zeitweilig in das große ich einzutreten (und dazu ist ein gewißes maß an stille nötig). Je länger das andauert, desto deutlicher wird man die göttliche natur der dinge spüren. Du wäschst einen teller ab, und erkennst sein wesen. Und dieses wesen ist, wie soll ich sagen, spaßig, lustig, und du fängst an es zu lieben. Mit dem stuhl auf dem du sitzt verhält es sich genauso. Du empfindest dankbarkeit dafür, daß er dich trägt. (Und daher auch "der liebe gott", weil es das ist was hindurchscheint, wenn man sich "ihm nähert".)
Es kann dir ein völlig unbewußter, aggressiver mensch entgegentreten, und du wirst in der ruhe verweilen. Da er nicht in resonanz zu dir steht, wird er sich entweder abwenden oder ein anderer werden.

Das ersetzt natürlich nicht die erfahrung gottes in der einheit! Die erfahrung gottes in der einheit, ohne jedoch gott in der vielheit zu sehen (und dabei gibt es nichts irdisches, was es auszuschließen gäbe) ist allerdings, meiner meinung nach, relativ nutzlos, mag man noch so viele fähigkeiten dabei erwerben. Leid bleibt eine (illusionäre) realität. Die schöpfung ist perfekt so wie sie ist, und wir können sie auch als solche erfahren, auf dieser welt, im hier und jetzt.


In Antwort auf:
Aber wenn ein Wesen sie konkretisiert, verändert es sich und damit verändert es die von ihm selbst erlebte Realität – aber nur seine eigene. Es entfernt sich damit mehr oder weniger weit vom kollektiv akzeptierten Normal und wird dann entweder als „erleuchtet“ gefeiert oder als „Psychotiker“ gebranntmarkt.


Ich sehe das so:
Werden kanäle (in der irdischen realität) geöffnet, dann hängt es vom ausmaß und der stärke des im jeweiligen individuum vorhandenen kleinen ich ab, wie sich das auf das erleben auswirkt. Ist das kleine ich sehr ausgeprägt (angst, illusion, negative erfahrungen) dann wird der betroffene mensch psychotisch. (Eine hypothese, die ich schon seit längerem hege.)
Ist das kleine ich bewältigbar, so stellt dieser zustand einen beschleunigungsprozeß dar, in dem man in kurzer zeit, mit einem recht großen anteil dieses kleinen ichs konfrontiert wird, und man landet nicht im "kuckucksnest" .
Ich kenn das... ist scheiße. Allerdings nicht mit deiner erfahrung zu vergleichen - was ich so mitgekriegt habe.


In Antwort auf:
Der kurs sagt: "Das ego ist nicht wirklich" (und somit nicht gott).
Das ist eine Unmöglichkeit! Entweder ist „Gott“ alles, oder die Aussage „Gott ist Alles“ ist falsch.



Das weiß ich.

Epimenides (ein kreter) sagt: Alle kreter lügen.

Dieser satz existiert, und trotzdem beißt sich die katze voller inbrunst in den schwanz.

Ich betrachte solche aussagen (das ego ist nicht wirklich) als wegweiser für undenkbare wahrheiten.


In Antwort auf:
Es gibt keinen Gegenspieler zum göttlichen Selbst. Es gibt nicht einmal ein göttliches Selbst.


Ein fall für agent terminus.

Göttliches selbst = Großes ich
Gegenspieler = Kleines ich


In Antwort auf:
Wie schon gesagt, dürfen wir „Gott“ keine Eigenschaften zudichten, denn es wären immer nur Bruchstücke und Projektionen des Resonanzknotens.


Wenn man den "gott der vielheit" wahrnimmt, dann hört man auf zu projizieren. Man projiziert dann höchstens seine eigene göttliche natur auf ein anderes göttliches wesen. Man spürt die verbundenheit, die einheit.


In Antwort auf:
Aber es reicht, wenn man sich darüber bewusst ist, dass man aus einem unendlichen und ewigen Realitäten-Reservoir heraus lebt.... und vielleicht, das einem dieses Realitätenreservoir nicht feindlich gesinnt ist.


Ja, das trifft auf den gott der einheit zu.



So, der rest von deinem text erübrigt sich.... hoffentlich!!!!!!!!!!

Und wenn nicht..... dann diskutieren wir eben weiter.


Ciao, derweil!



P.s.: Ich kann dir nur die bücher von eckhart tolle empfehlen. Er beschreibt auf exzellente art und weise die natur des ego (und jetzt bin ich wieder in meiner begriffswelt). Auf youtube ist er auch stark vertreten.
Siehe: http://www.efreitag.com/phpBB2/viewtopic...=3043&highlight= (ende des ersten drittels des thread)
joan Offline

Moderation


Beiträge: 574

06.08.2008 22:20
#13 RE: Ein Gespräch mit Mars antworten
Hallo Marc,
ich teile deinen Eindruck - danke für deinen Beitrag!

In Antwort auf:
Da ich den starken Eindruck habe, dass unsere unterschiedliche Verwendung von begriffen sehr problematisch ist, werde ich versuchen vorübergehend in deine Begriffswelt einzutauchen, und auch ein paar neue ausdrücke hinzufügen.


Leider ist die Definition von Worten eines der größten Probleme in der abstrakten Welt der Worte und ich fürchte, selbst wenn wir eine perfekte Definition finden würden, käme es doch immer wieder zu unterschiedlichen Auffassungen. Mit ein Grund warum es so viele verschiedene Philosophien und Religionen gibt.

Daher möchte ich zunächst auch etwas zur Nomenklatur beitragen:

Gott = transzendente Existenz = abstrakte inaktive Information
Selbst = Bewusstsein über die eigene transzendente Existenz
Bewusstsein = aktive konkrete Information
Großes ICH = Universum = Ego = Maya = operatives Bewusstsein
Kleines ich = Mensch = inkarnierte Person mit Gewahrsein über Bewusstsein

Satori/Samadhi/Gipfelerfahrung = Gotteserfahrung = Erlebnis des Kontaktes mit Gott
Erleuchtung = Auflösung des „Großen ICH“ , kein Universum mehr, nur transzendente Existenz
Kommen wir so ein Stück weiter?

Ich weiß, dass das eine radikal andere Sicht ist. Ein Sicht, die sicherlich vielen Menschen zuwider ist. Aber ich behaupte: Solange ein Mensch ein Universum wahrnimmt, befindet er sich im „Ego“, denn das Große ICH projiziert sowohl das „Kleine ich“ als auch das Universum. Erst wenn diese Projektionsphase abgeschlossen ist, erlangen wir die Erfahrung des „Selbst“

Dazu ein gekürzter Auszug aus http://www.plejaden.de/Meditation/Weg-der-Meditation.html :

..... In der Phase der Selbstintegration projizieren wir und werden uns gleichzeitig unserer Projektionen bewusst. Das bedeutet, dass wir unsere verdrängten Bewusstseinsinhalte oder Persönlichkeitsanteile auf andere Menschen oder Situationen projizieren. ........
....... Das permanente Kreisen unseres Ego wandelt sich und wir werden in die Lage versetzt die Wirklichkeit so zu sehen, wie sie ohne verzerrende Vorlieben und Abneigungen, ist.
..... machen wir die Erfahrung, dass wir uns durch nichts von unseren Bewusstseinsinhalten unterscheiden. In dem Augenblick, wo wir uns selbst beobachten, sind wir bereits Gegenstand unseres Bewusstseins. Alles was existiert ist Teil eines Bewusstseins, das sich durch uns ausdrückt und uns gleichfalls enthält und umschließt. Wenn wir dieses Bewusstsein in Form von Gedanken, Vorstellungen und sinnlichen Empfindungen wahrnehmen, sind wir dieses Bewusstseins selbst. Die Erkenntnis, ....bringt uns in den Zustand der Selbsttranszendenz.
Wir erfahren uns als integraler Bestandteil des universellen Bewusstseins. Die bisher fest geglaubten Grenzen weichen und die Dualitäten der Welt lösen sich auf. Die Kontraste zwischen Innen und Außen verwischen, ebenso verlieren Raum und Zeit ihre Bedeutung. Das Selbst erfährt sich in jedem Augenblick als absolut, ein individualisierter Übender ist nun nicht mehr vorhanden.

Doch das Selbst hält noch daran fest, dass es ein Selbst gibt, welches diese Erfahrungen macht. Bevor die Schwelle zum Nichtdualen überschritten werden kann, muss noch ein letzter, entscheidender Schritt getan werden. Das Selbst muss die Erfahrung der eigenen Nichtexistenz machen. Letztlich bedeutet es, das es dem Tod ins Auge zu schauen hat. Auf dieser Stufe der Übungen existieren keine begrenzten Bewusstseinsinhalte mehr, mit denen sich das Selbst identifizieren könnte.
Das vergängliche Selbst stirbt in das Absolute.

Die Selbstauflösung beinhaltet den Verlust jeglicher begrenzter Identität, aber auch den Gewinn der absoluten Identität in der umgreifenden Sphäre des Nichtdualen. Da das "Ich" als isoliertes Subjekt nicht existent ist, ist es als solches auch nicht vergänglich. Der physische Tod kann dieses Selbst nicht vernichten, denn er ist selbst nur eine Glaubensstruktur, ein Transient zwischen zwei Zuständen ein und derselben Existenz.

..... eröffnet sich diese Ebene der Existenz nur der dazu bereiten Erfahrung. "Die untrennbare Einheit von allem" impliziert nämlich, das es weder eine Erfahrung noch einen Erfahrenden zu erfahren gibt. Und wenn es nichts zu erfahren gibt, dann ist alles so wie es ist. .....


Marc, ich versichere dir, dass du wie alle anderen mit denen ich Kontakt habe oder noch in Kontakt kommen werde, bereits diese Erfahrung gemacht hast. Es kann sein, dass du das „vergessen“ hast, aber ich bin sicher. Denn ich erkenne in deinen Aussagen das wahre Bemühen eine Wirklichkeit zu beschreiben, die einfach in sequentieller Sprache und räumlich beschränktem Denken nicht zu beschreiben ist. Die Folge davon ist eine unendliche Folge von Versuchen etwas (in Worte) zu fassen, was nicht fassbar ist. Das Große ICH kann es nicht fassen, weil das, was es fassen will nicht operativ ist. Das „Kleine Ich“ kann nur staunen und schweigen. Bleibt nur das Selbst. Das „Höhere“ über Ich und Egos, oder wie ich lieber sage der „Engel“.

Ich spüre aus deinen Worten einen Versuch mir etwas mitzuteilen, doch ich verweigere mich dem Einfluss eines so abstrakten Werkes wie dem „Kurs in Wundern“. Ich sehe in ihm keine wirkliche Hilfe, weil er Menschen dazu verführt über abstrakte Dinge nachzudenken und sie davon abhält wirkliche Erfahrungen zu machen. Eine Erfahrung ist immer völlig klar – oder wird es zumindest nach einer Weile. Dafür sind keine Definitionen und ellenlangen Abhandlungen erforderlich. Anderswo habe ich mal von „meinem Dämon“ gesprochen und damit habe ich genau das gemeint: zu versuchen etwas in abstrakten Gedanken zu beschreiben, dass nur erfahren werden kann. Dieser „Dämon“ packt mich halt immer wieder und ich „lass mich packen“. Es ist so schön bekannt. Es ist Kleines Ego und Großes Ego im Doppelpack und ich genieße es.

Ich lese deine Worte und ich fühle etwas. Das sagt mir, dass wir auf der gleichen Wellenlinie liegen. In den meisten Punkten stimmen wir fast überein, deshalb habe ich auch keine Zitate aus deinem letzten Posting gezogen. Ich finde wir sollten eine Ebene weiter aufsteigen. Vielleicht habe ich ja noch etwas für dich, auch wenn ich dein Geschenk im Moment noch nicht rational greifen kann. Danken jedoch möchte ich dir jetzt schon dafür.

Ich hoffe du bist mir nicht böse, dass ich so wenig auf dein Posting eingehe, aber ich denke noch mehr Worte bringen die Botschaft nicht deutlicher hervor. Was die ganzen Lehrer und Weisheitsbuchschreiber angeht: Sie alle sind Teil (m)eines Bewusstseins, denn sie sind Teil des (von mir) wahrgenommenen Universums. Sie können mir keine Wahrheit vermitteln, die ich nicht schon wüsste. Sie können nur bestätigen und verstärken, was ich als Erfahrung erlebt habe. Alles Wissen, Marc, ist eine Geburt des „Ego“ wie du es nennst und alles geborene wird vergehen.

Wie gesagt, gehen wir auf die nächste Ebene!

alles liebe
Joan

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joan Offline

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Beiträge: 574

07.08.2008 09:43
#14 RE: Ein Gespräch mit Mars antworten

Nachtrag zu gestern abend....

Hallo Marc!
ich glaube das ist erklärungsbedürftig:
da habe ich geschrieben:
Was die ganzen Lehrer und Weisheitsbuchschreiber angeht: Sie alle sind Teil (m)eines Bewusstseins, denn sie sind Teil des (von mir) wahrgenommenen Universums. Sie können mir keine Wahrheit vermitteln, die ich nicht schon wüsste. Sie können nur bestätigen und verstärken, was ich als Erfahrung erlebt habe. Alles Wissen, Marc, ist eine Geburt des „Ego“ wie du es nennst und alles geborene wird vergehen.

Das ist keine "ICH" Hybris und bedeutet auch nicht Allwissenheit. Es bedeutet nur, dass alle Menschen Wissensträger sind. Sie repräsentieren ein spezifisches Wissen um die Wahrheit der Existenz und ihre Leben sind Ausdruck dieser Existenz. Diese "Ego" sind wie Bücher mit bestimmten Inhalten und jeder ist darin frei sie zu lesen oder auch nicht. Die meisten Bücher vermitteln den gleichen Inhalt, nur in der einen oder anderen Version. Doch keines vermittelt den Inhalt des "Buches" an sich.
Wenn wir auf diese Welt kommen, dann besitzen wir kein "weltliches Wissen". Mit der Geburt sammeln wir Wissen an und beginnen zu glauben, dass es wichtig ist Wissen zu haben. So treiben wir uns in die Analyse und zerfleddern die Schöpfung in Abermillionen Details - bis wir letztendlich mit leeren Händen dastehen, denn die subatomaren Teile einer Rose duften nicht mehr.

Wenn wir "Geborenen" dann endlich einsehen, dass die Analyse nicht zum Ziel führt, fällt es uns sehr schwer die eingeübten Denkweisen wieder loszulassen. Zu sehr sind wir in ihrem Karussell verfangen. So führt der Weg nach Hause über das dauernde LOSLASSEN sämtlichen Wissens, bis nichts mehr davon da ist. Das gilt auch für jeglichen spirituellen Inhalt. Es gibt nur diesen einen Weg nach Hause und deshalb ist es in einer Welt der Vielfalt so schwierig dies einzusehen. Ich bin so radikal zu behaupten, dass jeder Lehrer, der zu früh Erklärungen abgibt - selbst in bester Absicht - das Finden des Weges nur erschwert. Das gilt sogar für Zen. Und was aus den Lehren aufgenommen wird, muss wieder losgelassen werden, damit die Erfahrung eintreten kann, die "unwissbar" ist. Und ist diese Erfahrung einmal eingetreten, verliert alles Wissen an Wichtigkeit und macht Platz für eine völlig neue "intuitive" Lebensdimension, die das bisherige Wissen als konkret gewordene Information anerkennt, aber es in einem anderen "unwissenden" Kontext eingebettet erlebt.



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Mars Offline

Danke für den Beitrag

Beiträge: 4

08.08.2008 21:34
#15 RE: Ein Gespräch mit Mars antworten

Hi Joan!


In Antwort auf:
Wie gesagt, gehen wir auf die nächste Ebene!


Geht klar!


Danke für den diskurs!

Wir laufen uns sicher mal wieder im forum, oder auch so, überm weg.

Also bis bald.


Liebe grüße, Marc

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