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Joan's Forum

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 Workshops und Substanzen
joan Offline

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Beiträge: 574

17.01.2013 14:47
Bericht Sawami C4-Verreibung antworten

Sawami Verreibung 14.8 -16.8.2009 Am Bodensee
Eigentlich sollte es eine M-State Material Verreibung werden. Also jenes Zeug, das außergewöhnliche physikalische Eigenschaften haben sollte. Jedoch sind im Vorfeld der Verreibung alle Test negativ verlaufen, die einen Hinweis auf das Vorhandensein von M-State Material gegeben hätten. Da die Verreibung schon ein komplizierter Prozess ist, habe ich es für besser gehalten das Material daher einfacher zu halten. Aus M-State wurde daher SAWAMI. SAWAMI steht für „SalzWasserMineralien“ und das ist es, was es auch wirklich ist. Ganz ohne theoretischen Überbau.

Diese Mineralien werden aus einer gesättigten Salzsole gewonnen, die durch tropfenweise Zugabe von Natronlauge auf einen PH-Wert über 10,5 erhöht wird. Dabei fällen eine ganze Reihe von in dieser Sole gelösten Mineralien aus, während andere gelöst bleiben. Der Vorgang ähnelt einem Filter, der nur bestimmte Materiealien durchlässt. Die ausgefällten Mineralien werden dann gespült und immer wieder reduziert, bis eine geringe Menge hochreiner Substanz übrig bliebt. Das Mengenverhältnis von Sole zu Sawami-Pulver ist etwa 250:1 und der ganze Prozess dauert ca 1 Woche.
Dieses Sawamipulver ist etwas besonderes. Es besteht aus den Mineralien, die vor Millionen von Jahren in frühzeitlichen Urmeeren aufgelöst und dann mit dem Salz kristallisierten. Danach ruhten sie, eingebettet in die Kristallstruktur des Salzes, tief in der Erde bis sie von uns Menschen wieder ans Licht gebracht wurden. Im Licht erfahren wir sie als die Färbung des Salzes, oder als Geschmack oder technischer gesehen, als alles was das Salz ausmacht und das nicht Natriumchlorid ist.
Sawami ist kein Salz! Sawami schmeckt nach Mineralien, wie Sand oder Heilerde. Und genau so scheint es zu wirken. Hier mein Bericht und meine Reflexionen darüber:
Es waren 4 VErreiber, die sich am 14.8.2009 am Rand des Untersees trafen und sich daran machten dieses Sawami zu erfahren. Da wir nicht wissen wie es sein wird, meditieren wir eine ganzen Abend lang und bereiten uns vor. Beruhigen den Geist, versuchen den Alltag loszulassen.
C1
Wir fangen gegen 11:00 Uhr vormittags an. Die Dosierung für die C1 ist recht ungenau und schwankt zwischen 100mg und 170mg da das verwendete Sawami flüssig ist. Als Resonanzmittel verwenden wir 10g reinen Traubenzucker. Die Konsistenz der Substanz verwandelt sich mit dem Traubenzucker im Mörser in eine Konsistenz, die mich an Samenflüssigkeit erinnert. Sie riecht auch so. Fischgeruch steigt aus dem Mörser auf. Sperma – Spearmint – Kaugummi….
Und die Substanz fängt an sich wie Kaugummi zu verhalten. Sie klebt und wird zäh wie alter feuchter Zuckerguß. Dann wieder wie Gelee. Sie wird widerständig, ja bockig. Der Pistill rumpelt über die verklebte und verkeilte Masse. Fordert körperliche Kraft heraus und ist ein endloses anhaften an allem mit dem es in Berührung kommt. Dann wird es immer trockener und fester wie verkrustender Lehm in der Wüste bilden sich schuppige harte Schollen. Wie Schildkrötenpanzer wehren sie sisch gegen den Pistill, der machtlos über den völlig verklebten Mörserboden rumpelt.
Es ist nur an der Oberfläche erreichbar, denke ich, dann fordert es wieder körperliche Kraft beim Kratzen heraus. Es ist sehr anstrengend und warm. Mir wird warm und heiß. Die Handgelenke und der linke Arm schmerzt.
Im weiteren Rühren klumpt der Stoff wie Streusel teig, wird trocken und brüchig. Wie ein zunehmendes Altern verändert sich seine Konsistenz, obwohl es immer noch Kraft herausfordert. Das Rühren ist holprig und eckig. Jeder Versuch es zu „runden“ scheitert im dazu erforderlichen Kraftaufwand. Beide Handgelenke schmerzen jetzt.
Das Reiben in einer runden kontinuierlichen Bewegung ist nicht möglich. Es rumpelt und eckt überall.
Widerstand auf der ganzen Linie und keine Chance ihn zu lösen. Es ist als ob sich der Stoff gegen das Aufwachen stemmt. Er will einfach nicht. Ich will nicht? Vielleicht. Ich denke darüber nach, ob wir nicht wieder einer Hybris verfallen, wenn wir diesen alten Stoff aus seinem gewählten Gefüge extrahieren, um ihn dann zu verreiben….
Mir wird immer heißer. Es ist mehr Hitze als die körperliche Anstrengung verursachen könnte. Ich bemerke ein Stechen und Ziehen am Schambein. Die Substanz wird grobkörnig, mehlig, sandartig. Sie wird plötzlich weicher und fängt an nachzugeben. Flockig wie alter Schnee oder wie Cornflakes. Der Widerstand verschwindet. Der Pistill kreist in ruhigen Bahnen durch den Stoff. Nur noch vereinzeltes Kleben. Es granuliert Altes und beginnt zu fliessen wie feiner Sandstaub. Kaum noch Störungen. Komme wieder in die Harmonie mit der Musik.
Dann wird mir plötzlich bewusst, dass ich alles von Oben sehe. Irgendwo von der Decke aus. In dem Moment verschwindet es wieder. Raumschiffe schießen auf die Erde. Eines kommt hinter dem Mond hervor. Ich kenne den Kapitän. Dann sehe ich violette T-Shirts auf einer Leine. Berge und Wolken. Alles sehr luftig. Habe etwas Druck auf den Ohren und der linke Ellenbogen schmerzt
C2
Es geht sehr ruhig los. Alle erscheinen etwas müde. Die Raumtemperatur ist jetzt über 25°C. Während dem Reiben bleiben meine Gedanken still. Kurz flackern Bilder auf. Szenen aus Filmen und Bilder der Inquisition. Ich lasse alles los und gebe es frei. Das fühlt sich gut an und beruhigt wieder. Schweife in Alltägliches ab und konzentriere mich wieder. Geschichten aus dem Alltag, aus meinem Leben tauchen auf. Alle haben „offene“ Enden, sind ungelöst oder nicht abgeschlossen. Ich habe das starke Gefühl, dass sich nun alles beendet und schließt.
Ich bin sehr ruhig. Außer der Musik und dem schaben der Pistills in den Mörsern ist nur das leise Klatschen der Seewellen an die Mauer zu hören. Schwache Bilder tauchen auf. Alles thematisiert Dinge, die ich noch machen will oder soll. Es ist wie alles was mit diesem Stoff zusammenhing: aufwendig. Die Vorbereitung, die Herstellung – ja selbst der Ort, denn es ist die erste Verreibung am See in der Schweiz.
Ich habe kurze Blitze oder Impulse von Leere, von Universum und winzigen schwarzen Tropfen
C3
Denke immer wieder über die technische Seite der Verreibung nach. Im raum brennen nur noch Kerzen und es ist ziemlich dämmrig. Es entstehen keine Bilder mehr. Einfach tun ist genug.
Dann sehe ich einen dunklen Hügel. Darauf ist ein leuchtender Kristall. Es ist eine Salzpyramide. Ein Gedanke taucht auf: Was bedeutet 40 Tage in der Wüste und en Teufel besiegen? Die Welt zu überwinden? Was hat das alles mit diesen „Forenwächtern“ der anderen Seite zu tun? Wie können die überwunden werden? Gar nicht? DOCH – durch loslassen und auflösen.
Alle Verreiber bemerken körperliche Reaktionen. Wir sind müde und geschafft.
C4 (am nächsten Morgen)
Weiß nichts, denke nichts. Ist nichts.
Alles Routine, keine direkten Auswirkungen mehr. Oder die Auswirkungen sind irgendwo anders.
Plötzlich entsteht ein starkes Kitzeln an der linken hinteren Schläfe. Wer spricht eigentlich, wenn wir sprechen? Wer denkt, wenn wir denken? Erlebnisse aus Zen-Sesshins fallen mir ein. Warum das alles? Allmählich wird die Substanz verträglicher. Sie ist weniger abweisend, weicher, ruhiger, geschmeidiger. Ich muss kaum noch kratzen.
Wir haben alle das Gefühl einer tiefen Erfahrung, aber keiner kann es in Worte fassen. Ich beschließe abzuwarten was die nächsten Wochen bringen werden.

14 Tage später…
Wie von Zauberhand klären sich Dinge. Meistens Querelen in Beziehungen. Es fühlt sich an, als ob sich Muster aufgelöst haben. Die Fixierung auf Ängste und Regeln nimmt ab. Es werden Situationen möglich, die vor Wochen nicht möglich waren. Überall um mich herum beginnen die Leute ihre Beziehungen zu überprüfen und scheinen mehr Freiheit zu wollen. Ich selbst bin ein Stück körperlicher geworden. Etwas hat sich ausgerichtet und ist empfangsbereit. Gleichzeitig spielen die Finanzmärkte wieder Tollhaus.

alles liebe
Joan

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