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Joan's Forum

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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 444 mal aufgerufen
 Gedichte, Musik, Bilder und andere Kunst
joan Offline

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Beiträge: 574

17.08.2006 15:02
Engel des Erbarmens antworten
Die Klänge sind herabgeholt,
die Poesie im Ofen kohlt.
Gefühl erstarrt im Herzensleid,
die Seele kommt im Totenkleid:
Die baren Füße wundgeschunden
an Achtlos- und an Einsamkeit,
das Leben ist hinausgewunden,
fast keiner hört sie, wenn sie schreit.

Doch einer ist´s, der hört sie alle
jed´ Schrei und einsam Wundenweh.
Der schickt den Engel auf die Erde,
damit er nach dem Rechten seh´.
Der Engel fällt, damit er werde -
zu seines Senders Liebesbot´,
hinunter zur geplagten Erde
in die allergrößte Not.

"Erbarmen" sind des Engels Schwingen
und diese Schwingen sind tiefrot.
Sie werden Dich in den Himmel bringen
und tragen Dich sicher durch den Tod.
alles liebe
Joan

joan Offline

Moderation


Beiträge: 574

17.08.2006 15:04
#2 Meditation antworten


Wenn ich dann so vor mir sitze
angestrengt der Form bedacht
fühlend nur noch Schmerzensblitze
und mein Gegenüber lacht!
Langsam flieht des Körpers Pein
und Zeit zertropft ganz leise,
ich tauche ein in größ’res Sein
auf meine Art und Weise.

Es löst sich auf jedwed´Struktur
und raubt die letzten Worte.
Es gibt nicht Ich,
kein Raum noch Uhr
an diesem heilig Orte.
Ein Gong ertönt im ganzen Sein,
es ruft der herbei der Klang.
ICH kehrt zurück und wird ganz klein
und elend ängstlich bang.

Im Lotos sitz´ich vor mich hin
und schau mir ins Gesicht,
ein Lächeln spielt um meinen Mund,
das ist das Ende nicht!

(c) Hans Rosegger
alles liebe
Joan

joan Offline

Moderation


Beiträge: 574

17.08.2006 15:05
#3 tausend Farben antworten

Mein Geist zerbricht in tausend Farben
an denen sich die Sinne laben.
In einem flücht´gen Augenblick
erfahre ich der Form Geschick.

Für Wandlung ist Sie jederzeit
ganz tief im Inneren bereit.
Dem Dasein bleibt sie ewig treu
der Geist erschafft sie immer neu!
(c) Hans Rosegger
alles liebe
Joan

joan Offline

Moderation


Beiträge: 574

17.08.2006 15:08
#4 Leuchten am Horizont antworten


Ich hab mir meine Bahn gebrochen
durch diesen ungreifbaren Fels,
bin durch jeden Spalt gekrochen
in die unsichtbare Welt.

Bin der Blitz nun in der Nacht,
der mühelos und schnell,
noch vor dem Donner zuckt und Kracht,
die Dunkelheit macht hell.

Ich hab zerbrochen, aus Versehen,
des Verstandes enges Glas,
nun kann er fließend hinverwehen
wie schimmernd leuchtend Gas.

Ich bin noch immer der ich bin,
verwandelt doch nun stark
und meine Normung die ist hin:
Ich leb jetzt wie ich mag!
(c) Hans Rosegger
alles liebe
Joan

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